KI macht Schule: Was wir von China lernen können
Shownotes
Schwarz Digits Digitale Souveränität ist die Basis für Unabhängigkeit, Wachstum und Wohlstand. Dafür wollen wir Bewusstsein schaffen. Whitepaper Digitale Souveränität Cyber Security Report 2026 Schwarz Digits auf LinkedIn Digitale Souveränität für Europa
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Foto Marco Haaf: © Sandra Haaf
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00:00:01: Tech, KI und Schmetterlinge.
00:00:03: Ein Podcast von Sascha Lobo in Zusammenarbeit mit Schwarztidgets.
00:00:07: Guten Tag und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Tech,KI und Schmetterlinge – dem Podcast von mir, Sascha-Loboe in Zusammen Arbeit mit Schwarz-Digits, dem deutschen Technologiepartner für digitale Souveränität in Europa!
00:00:21: Und genau... Dieser Punkt.
00:00:23: Europa ist heute einer, der eine zentrale Rolle spielt dadurch dass wir Europa ein wenig spiegeln werden.
00:00:31: Diese Folge ist eine besondere Folge.
00:00:33: sie ist nämlich gleichzeitig eine Art Dokumentation und Ausblick sowie Analyse der Gegenwart in Sachen Bildung zwischen China und Europa.
00:00:44: Der Anlass ist relativ klar Denn es gab eine Bildungsreise, präziser eine Delegation von Bildungswissenschaftlerinnen und zwar auf den Weg geschickt durch die Schwarzschiftung und durch die AIM-Akademie.
00:00:59: Die haben sich mal anschauen wollen, wie eigentlich Bildung und künstliche Intelligenz in China zusammengeht.
00:01:06: Mit allen Vor- und natürlich auch Nachteilen wenn wir von China sprechen.
00:01:10: Denn einerseits ist China eine wahnsinnige Projektionsfläche was Technologie, was Hochtechnologie und speziell auch Künstlicheintelligenz angeht.
00:01:19: Allein schon der Zweikampf zwischen den USA und China verlangt eine tiefe Betrachtung davon was eigentlich auf uns zukommen könnte weltwirtschaftlich gesehen.
00:01:28: Wir werden das im Verlauf dieses Podcast auch nur mal versuchen, mit ein paar ganz konkreten Parallelen und Zahlen zu hinterfüttern.
00:01:35: Und andererseits ist China – das kann man einfach nicht leugnen – keine Demokratie vorsichtig gesagt.
00:01:41: Will sagen die Erwartungshaltung was dort wie stattfindet?
00:01:44: Was dort wie zwischen Überwachung künstlicher Intelligenz und natürlich einem gesellschaftlichen Druck passiert, die sich nicht nur hoch sondern die ist eine Art Benchmark für das, was wir in Europa ziemlich sicher nicht wollen oder Fragezeichen.
00:01:59: Und dieses Oder ist gar kein Demokratie-kritisches oder ganz im Gegenteil, ich glaube ganz persönlich diese Folge ist deshalb wichtig weil man daran erkennen kann ob und wie Technologie eine Rolle dabei spielt eine kommende Gesellschaft mithilfe von künstlicher Intelligenz mit Bildung zu versorgen ohne die eigenen Werte hinten runterfallen zu lassen.
00:02:22: das jedenfalls Ist das Ziel?
00:02:24: Und natürlich ist klar, dass man bei einer Erwartungshaltung – was passiert wie in China mit Bildung und künstlicher Intelligenz -, von so großen Aufgaben eigentlich nur enttäuscht werden kann.
00:02:40: Und gleichzeitig aber auch dadurch Erkenntnisse hat die uns hier vielleicht weiterbringen!
00:02:46: Die Leute, die dorthin gefahren sind haben natürlich mit eigenen Bildern im Kopf auch versucht das immer wieder abzugleichen und das mit der deutschen und europäischen Realität irgendwie in Einklang bringen zu können vor allem was eine Zukunftsplanung angeht.
00:03:00: Die eigentliche Erkenntnis dieser Reise aber ist weniger dass China technologisch weiter ist sondern stärker und das werden wir im Verlauf dieses Podcast sehen und hören sondern stärker, dass in China viel klarer geworden ist.
00:03:15: Dass es dort eine viel klarere Vorstellung davon gibt welche Rolle Bildung in einer Gesellschaft spielt und wie KI Teil davon sein kann.
00:03:23: das sind Fragen die wir in Deutschland in Europa vielleicht schon häufiger gestellt aber nur wirklich selten beantwortet haben.
00:03:29: über die üblichen Verbotsdiskussionen hinaus will sagen vielleicht Taug diese Reise und die Erkenntnisse daraus ganz gut als Blaupause dafür, an welchen Punkten wir in China eine Art Vorbild sehen können.
00:03:41: Und an welchem Punkten wie uns klar und stark abgrenzen können und auch müssen denn irgendwo wird die Zukunft des Lernens mit KI verhandelt werden?
00:03:51: Die Chance ist nicht klein dass wir hier in China zumindest ein paar Schritte weiter sind als wir das aus Europa und speziell Deutschland gewohnt sind.
00:04:00: Anfang möchte ich erst einmal mit einer kurzen Vorstellung von denjenigen, die diese Reise gemacht haben.
00:04:04: Die also die Reise angetreten sind und sich selbst der KI- und Bildungssituation in China gewissermaßen ausgesetzt haben – und zwar aus professioneller Perspektive.
00:04:14: Das war zum Beispiel Tim Fütterer vom Hector Institut für Empirische Bildungsforschung an der Universität in Tübingen Und das waren Marius Weinkauf Schulleiter der Josefs Schwarztschule in Heilbronn Marco Haaf, Geschäftsführer AIM also der Akademie für innovative Bildung und Management auch aus Heilbronn die diese Reise mit auf den Weg gebracht hat.
00:04:36: Und Christian Harms von schwarz digits Und ebenfalls dabei war Vera Kraft als Redaktionsleiterin Bildung von Table Media.
00:04:58: geschaut.
00:04:59: Und wenn man das tun möchte, wenn man also als Ziel hat was die Reise hatte und voreingenommen aber keinesfalls naiv mit der Situation dort umzugehen dann hilft es am Anfang das eigene Bild von China dass vielleicht ja auch dem Bild in der Bevölkerung von China entspricht abzugleichen mit dem was man dort an Realität erleben konnte.
00:05:20: für mich ganz persönlich ist das übrigens auch ein interessanter abgleich.
00:05:23: Ich habe in meinem Buch Realitäts-Schock einen Kapitel über China geschrieben.
00:05:29: Ebenfalls mit dem Schwerpunkt Bildung in China und künstliche Intelligenz, weil das damals schon erkennbar war.
00:05:35: Seit Jahrzehnten sind in China Feldversuche gemacht worden was KI angeht im Klassenzimmer und zwar sowohl als Anwendung wie auch als Inhalt.
00:05:46: Wir haben seit Jahrzehn ein paar Hunderttausend Klassen die erst mal Probeweise in den Highschools in China versucht haben zu finden, wie ist das denn mit einem eigenen Schulfach KI?
00:05:55: Und als sich das also relativ erfolgreich herausgestellt hat, ist es Pflicht geworden.
00:06:00: Ein pflichtschulfach künstliche Intelligenz so kann man es etwas vereinfacht zusammenfassen ab dem ersten September, zwei tausendfünfundzwanzig übrigens auch und gerade an Grundschulen wo KI Teil der Bildungspflicht ist.
00:06:14: Nicht nur als Instrument bedeutet nicht nur dass man KI als Instruments benutzt sondern dass man ebenso natürlich KI auch als Lerninhalt hat.
00:06:25: Was das genau bedeutet, was das für unser und auch für mein Bild von China bedeutet.
00:06:30: versuchen wir jetzt einmal in der Einordnung.
00:06:33: beginnen möchte ich mit Tim Fütterer, der ähnlich wie ich ein Bild im Kopf hatte, das von Hightech geprägt ist in den Klassenzimmern bis runter in die jüngsten Klassen
00:06:43: Die Schulen, die wir besucht haben.
00:06:44: da hat das alles nicht stattgefunden sondern es war sehr traditioneller Unterricht, aber dieses High End sozusagen was ich im Kopf hatte das hat nicht stattgefunden ganz im Gegenteil.
00:06:56: was überraschend war, dass wir viel gefragt wurden zum Beispiel nach ethischen Aspekten zum Einsatz von KI.
00:07:04: Das was Marius Weinkauf sagt ist ebenfalls sehr interessant weil es einen so deutlichen Unterschied zur eigenen Erwartung herstellt nämlich das es irgendwann ganz selbstverständlich wird KI einzusetzen.
00:07:14: Dass irgendwann vollkommen normal ist diese Instrumente jetzt in den Unterricht zu integrieren und dass deswegen eine Unaufgeregtheit bezüglich der Verwendung herrscht.
00:07:24: So ein typischer Tag, wie wir ihn zum Beispiel an der National Day School oder der Mundshot Academy erlebt haben war für mich das KI nicht als Sensation benutzt wurde.
00:07:37: Auch nicht eine Präsentation für uns sondern tatsächlich in der selbstverständlichen Infrastruktur involviert war.
00:07:43: Schülerinnen und Schüler
00:07:44: habe ich erlebt
00:07:45: oder konnten wir erleben arbeiten mit KI wie vielleicht früher mit Suchmaschinen Unaufgeregte Selbstverständlichkeit, die war schon beeindruckend.
00:07:55: Mit der Kraft auf TableMedia schaut auf diese Punkte aus einer gesellschaftlichen Perspektive was aus meiner Sicht sehr sinnvoll ist.
00:08:02: wir reden oft von China.
00:08:04: da gibt es große Unterschiede wirtschaftlich technologisch gesellschaftlich ohnehin.
00:08:09: Ziel von der Bildungspolitik ist das Kinder dieser Menschmaschinenkooperation bereits ab Grundschulalter lernen.
00:08:17: Ich würde aber deswegen nicht sagen, dass das der Alltag in jeder Schule ist.
00:08:23: Zum einen kann ich das gar nicht sagen weil wir nicht so viele Schulen besucht haben.
00:08:27: zum anderen gibt es in China weiterhin ein sehr großen Unterschied zwischen städtischen und ländlichen Schulen Und einige ländliche Schulen kämpfen auch immer noch mit mangelnder technischer Ausstattung
00:08:40: Was man aus diesen drei Wortmeldungen vielleicht erst einmal herausziehen kann um den Abgleich abzuschließen zwischen unserem Erleben und unserer Projektionsfläche China, und dem was dort tatsächlich passiert.
00:08:54: Man kann schnell in die Gefahr kommen, China entweder zu romantisieren oder zu demonisieren.
00:09:01: Gleichzeitig muss man sich immer bewusst sein, dass die Abwesenheit einer liberalen Demokratie das eine Diktatur nach so eigenen Regeln spielt.
00:09:09: Dass man vielleicht manchmal nicht immer sofort begreift oder sieht wo Übertragbarkeiten sind und wo Parallelen sind Und wo eben eine gewisse Gefahr daraus resultiert wenn man denkt Das kann man eins zu eins auch so übernehmen weder zu romantisieren, noch zu demonisieren.
00:09:25: Das ist also eine ständige Aufgabe übrigens eine die einem nicht leicht fällt denn in vielen Dingen ist gerade so tiefgreifende Technologie wie künstliche Intelligenz an der Oberfläche mit einer bestimmten Funktion versehen die aber an anderen Ecken und Enden sehr stark beeinflusst werden kann will sagen Beeinflussbarkeit will sagen Unabhängigkeit is etwas was man zwar temporär vielleicht mal ausblenden kann.
00:09:51: Was aber was Infrastruktur angeht, das gerade bei KI natürlich auch Daten und Interpretation der Daten angeht eine Aufgabe ist die man nicht eben mal kurz beiseite stellen kann.
00:10:03: Zoomen wir jetzt einmal näher ran und schauen auf einen sehr wesentlichen Vorteil, der eben auch schon zur Sprache gekommen ist.
00:10:09: Der aber aus meiner Sicht zentral dafür ist wie künstliche Intelligenz in Zukunft auch in Deutschland und Europa verwendet werden kann.
00:10:16: Nämlich der Zeitpunkt wo es nicht mehr eine Sensation ist was diese Technologie kann sondern wo sie als Infrastruktur begriffen werden kann dass das zugegebenermaßen in vielen Fällen eine fromme Hoffnung Denn natürlich ist die Geschwindigkeit, in der sich künstliche Intelligenz weiterentwickelt so hoch dass man immer wieder überrascht werden kann und das diese Überraschung natürlich entgegenteil von Normalität oder Selbstverständlichkeit sein kann.
00:10:39: Das liegt auch nahe!
00:10:41: Und gleichzeitig kann man an dieser Stelle von China insofern lernen als dass die Wortmeldungen, die wir von der Bildungsreise bekommen, in eine klare Richtung zeigen Nämlich, dass künstliche Intelligenz die Menschen bei vielen einzelnen Prozessen unterstützt.
00:10:55: Bei anderen eben nicht, dass die Verantwortung beim Menschen bleibt und das aber das Tool selten im Mittelpunkt steht.
00:11:02: Tatsächlich ist diese instrumentelle Perspektive eine für die erst mal ein bisschen Zeit vergangen sein muss auch beim Einsatz von KI.
00:11:09: Es ist ja kein Zufall, wenn seit dem Jahr zwei Tausend Achtzehn KI an chinesischen Schulen eingesetzt wird Das genau deswegen inzwischen Schülerinnen und Schüler, aber eben auch Lehrkräfte eine gewisse Handhabe entwickelt haben wie man damit sinnvoll umgehen kann.
00:11:25: Und natürlich wäre es völlig anders gewesen wenn diese Bildungsreise sagen wir zwanzig stattgefunden hätte.
00:11:31: dieser Vorsprung ist einer von dem man lernen kann und leider gehört dazu dass es nicht überall und immer Abkürzungen gibt.
00:11:38: Das ist eine zentrale Erkenntnis von KI und MitKI, die jetzt nicht nur bei dieser Bildungsreise entstanden ist sondern die eigentlich wenn man näher drüber nachdenkt auch im gesamten Aspekt von Technologie schon immer eine Rolle spielt.
00:11:52: Die volle Kraft einer Technologie kann sich eigentlich erst entfalten wenn sowohl die erste Begeisterung wie auch die erste Abwehr in welcher Reihenfolge auch immer das geschehen ist einigermaßen zur Ruhe gekommen ist.
00:12:05: Und mit einem kurzen Zitat von Marco Haaf können wir uns derart und Weise widmen, wie man diesen Zustand vielleicht ein wenig schneller erreichen kann.
00:12:14: Also was mich in China überrascht hat dass dort KI kaum als isoliertes Fortbildungsthema behandelt wird.
00:12:22: Es geht nicht darum Lehrkräften einzelne Tools beizubringen, sondern KI.
00:12:28: AI wird viel mehr als Bestandteil einer umfassenden Schulentwicklung verstanden.
00:12:34: Für uns bedeutet das aus meiner Sicht wir sollten Vorbildungen weniger nach Tools strukturieren und viel stärker nach pädagogischen Fragestellungen.
00:12:44: Auch diese Erkenntnis liegt auf einer Art nahe, nämlich dass wir Pädagogik zwar neu denken müssen das aber die Werte die hinterpädagogisch stehen nicht völlig neue Werte sein werden weil am Ende die Menschen entscheiden und deren Entwicklungsstand und nicht nur die Technologie.
00:13:00: Das geht direkt Hand in Hand mit dem, was Tim Fütterer beschreibt.
00:13:04: Nämlich eine schrittweise Logik und da kann man sich überlegen welche Teilen der chinesischen Strategie Schritt für Schritt vorzugehen lesen sich unabhängig vom politischen System übertragen.
00:13:15: Aber was man finde ich schon irgendwie mitnehmen kann ist das Mindset oder sagen wir eine klare Vision und Strategie die entwickelt wird Wo man überhaupt hin will.
00:13:23: Wir wollen da hinkommen, dass NATO alle Schulen WLAN haben und wenn wir das haben dann gehen wir den nächsten Schritt.
00:13:28: also jetzt ist der aktuelle Schritt eben voll auf KI zu setzen.
00:13:30: Ja Visionen ist ein Punkt der in Deutschland spätestens seit Helmut Schmidt nicht nur Fans hat.
00:13:37: vorsichtig gesagt auch Angela Merkel hat sich ja durch eine sehr offensive Visionslosigkeit ausgezeichnet.
00:13:43: Von den nachfolgenden Kanzlern bei Scholz würde ich sagen, dass der eher in die schmitsche Tradition rein ragt und beim März ist es vielleicht noch zu früh um gleich eine KI-Bildungsvision zu erwarten.
00:13:53: Trotzdem gibt das ein Aber hängt natürlich direkt mit Deutschland zusammen und auch mit dem Föderalismus, den Bildungsföderalismus auf denen viele Menschen sehr stolz sind.
00:14:02: Und der an vielen Ecken und Enden Vorteile haben mag, der aber auch relativ klar macht dass wir in Deutschland die Herausforderung haben das eine Vision eben abgeglichen werden muss mit vergleichsweise vielen Leuten die im Zweifel vom heutigen System etwas überzeugter sein dürften als es in KI Sachen in Zukunft sinnvoll wäre.
00:14:24: Das mag sich anhören wie eine Unterstellung, aber was vollkommen klar ist.
00:14:28: Ist das eine Vision in erster Linie eine zentrale Veranstaltung sein sollte?
00:14:33: Eine Vision die eben für ein Land vielleicht für einen Kontinent funktioniert und nicht für einen Teilgebiet von einem Bundesland.
00:14:40: dass regional vielleicht hier mit dem Rahmenplan im Jahr-Zweißen-Dreißig sich erste Schritte zu gehen traut was ein KI Chatbot angeht den man unter Umständen prüfen könnte für Klasse fünf bis sieben jedenfalls Dienstag zwischen acht und neunzehn Uhr.
00:14:53: Die Frage, wie viel Zentralisierung braucht eine solche Vision?
00:14:57: Die ist eine die man sogar technologisch beantworten könnte.
00:15:00: Wie Christian Harms vorrechnet nämlich was eine zentrale Steuerung bedeutet und zwar rein technologische Stimmen einer solchen zentralen Vision einher ginge.
00:15:10: Da sind hundert achtzig Millionen User drin mit vier fünf Millionen Klassenzimmern und alleine haben jeden Tag, glaube ich, eine Rückspülung von zweiundfünfzig Millionen Arbeitsblätter, die pro
00:15:21: Tag zurückgespielt
00:15:23: werden an einen Ministerium.
00:15:24: Eine zentrale
00:15:25: Stelle.".
00:15:26: Und natürlich sind diese Zahlen nicht nur eindrucksvoll – sie haben auch Vorgänger und Vorläufer!
00:15:31: Denn unabhängig von künstlicher Intelligenz war schon zuvor die staatliche Bildungsplattform in China die größte der Welt, die National Smart Education Platform.
00:15:40: Wir reden hier von Größenordnungen, die zum Beispiel für das Jahr zwölfundzwanzig auch öffentlich einsehbar sind.
00:15:45: Was die Statistiken angeht etwa über sechzig Milliarden Zugriffe auf diese Bildungsplattform und zwar im Monat hier im Mai zwei tausendfünfundzwanziger.
00:15:56: Diese Zahlen haben natürlich unmittelbar auch zu tun mit den größten Ordnungen der Bevölkerung in China und dementsprechend der Zahl der Schülerinnen und Schülern, die es dort gibt.
00:16:04: Und trotzdem gibt es einen Aber Denn auf Europa bezogen sind wir da sofort wieder in Größenordnungen, die doch relevant werden und auch was Deutschland angeht.
00:16:12: Da haben wir vielleicht nicht einmal ein zwölfte der Bevölkerung, die in China lebt aber gleichzeitig sind die Größenordnung bei Millionen von Schülerinnen und Schülern eben auch nicht ganz ohne wie wir schon häufig erlebt haben Stichwort Pandemie stichwort Die ersten Plattformen die dabei ins Netz gestellt wurden zum Beispiel um Lerninhalte digital verfügbar zu machen bei öffentlichen Schulen.
00:16:35: Die vielleicht wichtigste technologische Erkenntnis, die wir hier als Zwischenfahrt zieht ziehen können ist interessanterweise gar keine technologisch.
00:16:42: Denn unabhängig von diesen Zahlen und dem was sie bedeuten an Infrastruktur, die ständig verfügbar dahinter sein muss.
00:16:49: man kann ja nicht sagen Huch es gerade ausgefallen tut uns leid.
00:16:52: Unabhängige davon ist das eigentlich erstaunliche wie tief und konsequent nicht nur künstliche Intelligenz sondern Technologie insgesamt ins Bildungssystem eingebettet wurde.
00:17:02: Und dann ist es sofort eine Frage der Machbarkeit, sofort eine Frage der Verfügbarkeit.
00:17:06: Sofort eine Frage die digitale Souveränität mit aufgedruckt hat!
00:17:12: Denn wer wäre wohl ne Rabler als diejenigen, die gerade erst anfangen zu lernen wie was funktioniert?
00:17:18: Am nächsten Punkt möchte ich den Blick richten von Schülerinnen und Schülern weg auf einen Punkt, der mich als Quintessenz dieser Bildungsreise mit am meisten überrascht hat.
00:17:28: Nicht weil ich nicht damit gerechnet hätte sondern weil das was häufig versprochen worden ist als großer Vorteil von künstlicher Intelligenz in China tatsächlich auch umgesetzt und erreicht worden zu sein scheint nämlich dass die eigentliche Innovation bei den Lehrkräften stattfindet.
00:17:44: Das Interessante ist, dass viele Leute die KI optimistisch sind.
00:17:47: Ich zum Beispiel immer wieder und oft gesagt habe ja lasst uns das erstmal einführen und dann schauen!
00:17:53: Und was dann passiert?
00:17:54: Ist auch dass viele Menschen Zeit gewinnen und sich deswegen besser und intensiver auseinandersetzen können zb mit Schülerinnen und Schülern.
00:18:03: wenn also bestimmte Aufgaben durch KI übernommen werden können, auch im Bildungsalltag.
00:18:07: Dann haben Lehrkräfte mehr Zeit für Schülerinnen und
00:18:09: Schüler.".
00:18:10: Und das ist eine nicht unberechtigte Hoffnung gewesen!
00:18:13: Im Zweifel war es aber eben eine Hoffnung.
00:18:17: Jetzt haben wir aus China Zahlen – ich finde an dieser Stelle gibt es durchaus Übertragbarkeiten – jetzt haben wir Auschinerzahlen und Erlebnisse und Berichte die sehr eindeutig zeigen, dass das eben nicht nur eine Hoffung Sondern dass das auch, zumindest wenn es wie in China passiert tatsächlich umgesetzt und erreicht werden kann.
00:18:36: Dafür braucht es aber auch einige Voraussetzungen – und zwar gerade und besonders bei den Lehrkräften.
00:18:42: Marius Weinkauf formuliert dazu eine Verschiebung.
00:18:45: Die KI wird Lehrkräfte nicht ersetzen.
00:18:48: Lehrkräfe die KI sinnvoll einsetzen, werden allerdings diejenigen ablösen, die sie vollständig ignorieren.
00:18:58: Also ein schlechter Analoga-Prozess wird durch Digitalität nicht gut.
00:19:02: Bleibt genauso schlecht oder wird es vielleicht noch schlechter und durch KI potenziellt sich das noch?
00:19:06: Aber natürlich ist der Zeitgewinn für Lehrkräfte nur eine Dimension, eine andere ist dass die Herausforderung auch darin besteht, dass Lehrkräften plötzlich mit KI und durchKI andere Aufgaben bekommen.
00:19:19: will sagen Das was einen guten Lehrer eine gute Lehrerin auszeichnet das ist mit KI etwas anderes als ohne künstliche Intelligenz.
00:19:28: Und daraus ergibt sich ein Rattenschwanz von Fragen, der wichtigste Kritikpunkt aber, der häufig was KI und Bildung angeht ins Feld geführt wird ist einer den Marco Haaf so adressiert.
00:19:40: Also mehrere Referenten wandten ausdrücklich vor so einem kognitiven Outsourcing Wenn Schülerinnen und Schüler jede Denkaufgabe sofort an KI delegieren, dann verlieren sie halt genau diese Fähigkeit der die Bildung eigentlich entwickeln soll.
00:19:57: Die spannendste Lösung, die ich mitgenommen habe... nicht Antworten bewertet werden sollten, sondern der Denkprozess.
00:20:04: Das finde ich für den Kontext von KI und Lehrkräften bei der Zukunft der Bildung vielleicht die wichtigste Erkenntnis – nämlich dass künstliche Intelligenz- und Lehrersein neu miteinander verheiratet werden müssen!
00:20:19: Dass man den Fokus anders legen muss, in der Art und Weise wie man künstliche Intelligenz in den Unterricht integriert.
00:20:26: Wenn Marco Haaf davon spricht dass nicht Antworten bewertet werden sondern Denkprozesse dann bedeutet das auch dass man sich als Lehrkraft pädagogisch anders aufstellen muss denn bisher ist ein großer Teil unseres Bildungssystems sehr ergebnisorientiert gewesen will sagen wenn man am Ende das richtige Ergebnis raus hat dann wird der Prozess dorthin schon stimmen.
00:20:48: Und genau das scheint mit KI weniger sinnvoll zu sein, vielleicht sogar komplett hinfällig.
00:20:54: Denn am Ende die Antwort zu wissen ist eben nicht mehr Ausweis davon dass man den Prozess richtig durchdrungen hat.
00:21:01: und wenn man ein bisschen darüber nachdenkt ist es sogar didaktisch eine Veränderung die vielleicht viel wichtiger ist als die Technologie selbst.
00:21:09: Wir haben nämlich mit dem Ergebnis, das wir als richtig bewerten immer nur eine Art Kröcker, eine Art Hilfsmittel dafür gehabt.
00:21:17: Eine Annahme nämlich dass eine Person die das richtige Ergebnis auf einem Blatt drauf schreibt auch den Prozess wirklich durchdrogen habe.
00:21:24: Das ist wenn man ganz genau darüber nachdenkt in vielen Bereichen schon immer schwierig bis falsch gewesen.
00:21:32: Man hat das zwar miteinander verbunden weil es anders nicht ging und weil es das leichteste Mittel war Aber eigentlich war es die ganze Zeit schon nicht der richtige Ansatz.
00:21:42: Denn es gibt vielleicht mehrere Arten und Weisen, wie man sicherstellen kann dass jemand den Denkprozess verstanden hat und nicht nur das Ergebnis am Ende auf einen Blatt zu schreiben.
00:21:51: Vielleicht führt uns KI – und da weiß ich, dass der KI Optimist aus mir spricht – vielleicht führt unsKI sogar in eine Didaktik, die viel stärker auf das eigentliche Lernen aus ist nämlich den Prozess zu verstehen.
00:22:05: Und gleichzeitig heißt das für Lehrkräfte, dass diese Verschiebung sehr real wird.
00:22:10: Nämlich, dass man anfangen muss Schritt-für-Schritt die Denk und Lernprozesse zu untersuchen darauf ob sie verstanden worden sind und nicht das Hilfsmittel nur das Endergebnis stimmt ja zu verwenden.
00:22:21: Das ist viel leichter gesagt als getan und erst recht was die Bildung von Lehrerinnen und Lehrern angeht Die glaube ich durch KI mindestens so stark verändert wird wie Bildung selbst.
00:22:34: Ich möchte nun zu einem weiteren Kritikpunkt kommen, der immer wieder geäußert wird wenn es um KI und Bildung geht.
00:22:39: Nämlich... die Geschwindigkeit, denn natürlich hat Geschwindigkeit einen Preis.
00:22:44: Auf der einen Seite sehen wir das Geschwindigkeiten absolut entscheidend ist wenn man zum Beispiel Bildung begreift als eine Vorstufe dazu Menschen für die Gesellschaft einigermaßen zu befähigen dass sie also in einer Gesellschaft, in einer kommenden Gesellschaft erfolgreich sowohl Teilhabe wie auch Arbeit und überhaupt sein in der Gesellschaft hinkriegen können.
00:23:06: Auf der anderen Seite ist natürlich mit zunehmender Geschwindigkeit manchmal hier und da nicht nur die Sorgfalt, sondern auch die Zielsetzung.
00:23:14: Und vielleicht sogar die Werte – nicht immer in Einklang zu bringen!
00:23:17: Wir haben das schon gesehen was zum Beispiel die Qualität von Artikeln anging, die medial am Anfang des Internetseiters veröffentlicht worden sind dass Qualität und Geschwindigkeiten manchmal gar nicht so leicht miteinander in Einkrank zu bringen sind Denn je schneller man etwas tut desto schwieriger wird die einzelnen Teilschritte tatsächlich zu hinterfragen.
00:23:39: Genau aus dieser Perspektive hat Vera Kraft einen wesentlichen Kritikpunkt mit formuliert, nämlich wenn die politische Weltsicht bereits in der Software verankert ist.
00:23:49: Wenn also eine künstliche Intelligenz bereits inhaltlich ideologisch so aufgeladen ist dass es sehr schwer wird damit neutrale oder objektive oder zumindest den Versuch von neutral und objektiven Perspektiven auf die Welt einnehmen zu können.
00:24:03: Wenn man jetzt aber hier ein Interview über T-Bit zum Beispiel transkribieren möchte oder die Uiguren, dann sind das Sachen, die einfach gar nicht transkibiert und übersetzt werden.
00:24:17: Also das wird dann schon automatisch rausgelassen und diese Zensur ist schon in dieses Übersetzungstool integriert.
00:24:26: Deswegen es ist auf jeden Fall so dass Technik und die Geräte, die vor Ort zur Verfügung stehen schon so programmiert sind dass sie eben auch zu der Weltsicht und den politischen Einstellungen, die vermittelt werden sollen passen.
00:24:45: Das ist mehr als nur erstaunlich das ist schon ein deutliches Zeichendeck Gefahr, die in chinesischer KI verborgen ist.
00:24:53: Wenn man also etwas transkribieren lassen möchte und da automatisch problematische Teile weggelassen werden, wenn also ein Inhalt so verändert wird – obwohl man ihn selbst vorgegeben hat -, dass er in ein ideologisch vorgegebendes Gerüst hineinpasst.
00:25:06: Dann ist das das exakte Gegenteil von liberaler Demokratie!
00:25:09: Und das zeigt uns eben auch, in jedem Fall aus Sicht der digitalen Souveränität die endgültige Kontrolle darüber behalten müssen, was wer wo reinschreibt und was nicht.
00:25:23: Mit welchen Daten gelernt wird mit welchem nicht und mit welchen Gewichten und Gewichtungen am Ende eine KI arbeitet und mit welche eben nichts zumindest nachvollziehbar zu machen und das zumindest nicht mehr als black box begreifen zu müssen Die im Zweifel natürlich auch immer nur dann zu sehen ist wenn es gerade nicht passt.
00:25:40: Das glaube ich ist eine der wichtigsten Aufgaben.
00:25:43: Aufgabe zeigt, wie relevant digitale Souveränität im Bereich KI ist.
00:25:47: Und zwar nicht nur was die Infrastruktur angeht sondern auch was ganz konkreten großen Sprachmodelle angeht.
00:25:53: Christian Harms hat allerdings natürlich auch gesehen das und hier kann man wieder nicht von dem einen einzigen China sprechen dass die Menschen dort direkt nicht nur mit diesem Wissen der Zensur und der ideologischen Lenkung und Leitung umgehen sondern auch Wege entwickeln wie sie das umgehen können.
00:26:10: Das Umgehen und das Umgehen an dieser Stelle von Christian Harms.
00:26:40: was so bestimmte Regularien angeht.
00:26:41: Wenn man also sieht, dass die Geschwindigkeit nicht nur ein wichtiger Faktor ist um dran zu bleiben sondern gleichzeitig auch eine Art Störfaktor um immer wieder hinterfragen zu können wenn man also cross-checken muss und also double checken muss wenn man verschiedene Instrumente nehmen muss um zu überprüfen wo an welcher Stelle vielleicht etwas zu schnell in eine Richtung gedrückt worden ist Dann ist auch das ein wesentlicher Anteil nicht nur was Digitale Souveränität angeht, sondern auch etwas Entwicklungen wie Open Source oder Open Wates angeht.
00:27:11: Meine persönliche Haltung dazu ist, dass ich auch durch diese Bildungsreise und auch durch die Entwicklung in den letzten Monaten immer stärker davon überzeugt bin, dass wir in Europa irgendwann auch eigene große Sprachmodelle anstreben sollten.
00:27:26: Natürlich haben wir davon schon ein paar Vertreter natürlich gibt es da schon einiges aber gleichzeitig ist klar durch die technologische Überlegenheit in vielen Bereichen zwischen Chips und natürlich den Geldsummen die dort eingesetzt werden sind sind sowohl die Vereinigten Staaten wie auch China uns relativ weit voraus.
00:27:45: Und dieses Voraus sein, das ist plötzlich ein Takt mit dem wir nicht nur mitmachen müssen sondern wo wir gezwungen sind immer wieder innovative interessante digitale souveräne Lösungen zu finden einerseits, die aber andererseits gleichzeitig in der Qualität und in den Anforderung dementsprechend was heute weltweit relativ schnell Standard geworden Nicht nur große Herausforderungen, sondern aus meiner Sicht eine der allergrößten Herausforderungen der Zukunft.
00:28:11: Mit der Geschwindigkeit mithalten zu können und gleichzeitig den Einfluss dieser Einflußfaktoren von denen Christian Harms und Vera Kraft gesprochen haben, dass die trotzdem kontrollierbar und zurückdringbar
00:28:23: bleiben.".
00:28:24: Zum Abschluss natürlich die Frage, was bedeutet das alles für Deutschland?
00:28:28: Nämlich für ganz konkret das deutsche Bildungssystem.
00:28:32: Nicht nur dass wir hier mit der föderalen Herausforderung und einer sagen wir gewissen Technologie-Aversion von Teilen des Bildungs Systems zu kämpfen haben sondern die Argumente, die wir gerade gehört haben und die man einsortieren muss, die weisen ja nun wirklich nicht alle eindeutig in eine Richtung.
00:28:48: Hurra, wir können alles übernehmen und haben China als großes glänzendes Vorbild.
00:28:52: Die Vereinigten starten an vielen Punkten eben auch nicht mehr und in Zukunft vielleicht sogar noch weniger.
00:28:58: Und trotzdem finde ich faszinierend was die Teilnehmenden der Reise als Quintessenz da rausgeholt haben Was sie für sich begriffen haben trotz der Vor- und Nachteile die dort greifbar geworden sind Trotz der Abkehr von Klischees und dem was man dort sieht und spürt was also für Deutschland entweder übertragbar ist oder doch zumindest als Parallele aus China für Deutschland taugt.
00:29:21: Anfang möchte ich damit Marius Weinkauf, der das Risiko benennt, dass in Deutschland am häufigsten übersehen wird.
00:29:27: Dass es auch aus meiner persönlichen Perspektive das, was mir viel zu selten deutlich wird nämlich, dass für sich genommen ein Risiko des Verpassens und zwar des vollständigen Verpasses existiert.
00:29:38: Ich halte es für das größte Risiko wenn wir nichts tun Und dass dann auch in Deutschland nur noch die Wahl besteht, ob wir die chinesische KI benutzen oder eine amerikanische.
00:29:48: Ich sage das als großer Fan von Amerika und trotzdem sieht man wie heute schon bestimmte Mechanismen politische ökonomische Mischform davon im Zweifel bedeuten können, dass bestimmte Werte denen Europa wichtig sind eben nicht durch amerikanischen künstliche Intelligenz mit abgebildet werden – oder wenn es einen bestimmten Preis hat!
00:30:07: Das bedeutet auf keinen Fall, dass wir im Bildungskontext Tech-Nationalismus einführen sollten.
00:30:12: Das heißt aber schon, dass in den relevanten Bereichen früher oder später eine Wahl haben müssen und das diese Wahl auch eine tatsächliche Wahl sein muss – und nicht nur eine zwischen einem guten Instrument und einem digitalen Souverän!
00:30:24: Die Kindessenz von Marco Haaf verschiebt die Kategorie, in der wir über KI in Schulen sprechen und auch sprechen sollten….
00:30:33: Und das finde ich wirklich spannend.
00:30:35: Denn wenn man KI als Bildungsreform, als Treiber einer Bildungs-Reform begreift und wenn man wie Marco Hafsag Lehrerbildungs-, Schulentwicklung Forschung, Technologie und Politik gemeinsam weitergedacht werden dann hat man eine Systemperspektive die interessanterweise in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auch maßgeblich dafür war wie Bildung gedacht worden ist.
00:30:56: Vielleicht brauchen wir einen genau solchen gesellschaftlichen Ansatz noch einmal, denn auf dem Weg in eine KI-Gesellschaft braucht man natürlich eine Form von KI.
00:31:06: Bildung und deren wichtigsten Aufgaben haben ziemlich eindeutig mit liberaler Demokratie zu tun.
00:31:11: Das Urteil von Thym Fütterer darauf aufbaut zeigt noch einmal wo Deutschland tatsächlich abgehängt ist und wo es vielleicht nur so scheint.
00:31:20: Und diese Perspektive ist interessant Wenn wir davon ausgehen, dass tatsächlich Forschung und KI in Deutschland Weltspitze ist.
00:31:27: Was ich genau sehe wie Tim Vitterer wo es auch viele Leute gibt die genau das immer wieder sagen und eben auch belegen können dann haben wir im Bildungs Kontext was Universitäten angeht was Forschung angeht ja wohl irgendetwas verstanden und machen irgendwas richtig was sich bloß noch nicht in die Schulen übertragen hat.
00:31:47: Ich glaube dass man darauf aufbauen kann.
00:31:48: Wir haben ganz offensichtlich spitzen Forschung, und das bedeutet auch Spitzenlehre.
00:31:53: Und es bedeutet auch spitzen Bildung bloß eben noch nicht flächendeckend oder bis in die Schulen hinein sondern in einzelnen universitären Exzellenzinseln.
00:32:03: Das zusammenzuführen ist ein fantastischer Ausgangspunkt für die Entwicklung einer solchen KI-Vision, die für mich nicht nur die Grundlage der nächsten Schritte ist, sondern eigentlich das häere Ziel, dass wir gesellschaftlich verfolgen sollten.
00:32:16: Trotzdem ist und bleibt der technologische Faktor natürlich ein limitierender.
00:32:20: Denn selbst wenn Spitzenforschung in Deutschland vorhanden ist, heißt das ja noch nicht dass wir die entsprechende Infrastruktur haben.
00:32:27: Und daran hat Christian Harms eindrücklich erinnert.
00:32:29: Ich glaube wir brauchen um die sechzehntausend GPUs, um einen Kimi zu trainieren.
00:32:33: Das würde dann in dem Moment vier Wochen dauern.
00:32:35: Es würde eine Runde baut zwischen dreißigund fünfzig Millionen Kosten überhaupt einmal so'n Modell zu trainiern.
00:32:40: Da haben wir auch nicht wirklich was Eigenes als Antwort auf China oder Amerika.
00:32:45: Für mich bedeutet das, dass wenn man KI und Bildung zusammendenken möchte in Deutschland... Wenn man also gezwungen ist, das zu tun,... ...dass wir dann sofort auch über KI-und Infrastruktur sprechen müssen.
00:32:56: Dass wir sofort darüber sprechen müssen wie schaffen wir es nicht nur von der Forschung sondern auch von der KI-Infrastruktur zumindest in Reichweite zu bleiben?
00:33:04: Dass das Geld kostet, ist vollkommen klar.
00:33:06: Vor allem aber brauchen wir dafür einen Plan einer der Vision folgenden Planen, der irgendwann dazu führt dass wird tatsächlich konkurrenzfähig sein werden auch was die ganz konkrete Rechenleistung angeht Und trotz dieser Herausforderung ausreichend Compute, wie man in der KI-Szene sagt für die Bildung in Zukunft zu haben und bereitstellen zu können.
00:33:28: Und trotzt diese Herausforderung möchte ich natürlich bei TechKI und Schmitterlinge unbedingt optimistisch schließen nicht nur weil Ich glaube das Optimismus Die Vorstufe zur dringend benötigten Vision ist sondern auch Weil ich tatsächlich daran glaube dass wir das schaffen können in Deutschland In Europa KI und Bildung sinnvoll erst zusammen zu denken und dann auch zusammen zu machen Und diesen Schlussakord, diesen positiven Schlussakort ohne die Kritik auch nur im Entferntesten zu ignorieren.
00:33:55: Den hat Vera Kraft formuliert.
00:33:58: Ich glaube ich dass wir in Deutschland einen riesigen Vorteil haben in unserem demokratischen System und das eben das oberste Ziel von der schulischen Bildung ist die Kinder zu kritisch denkenden und mündigen Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen.
00:34:19: zu KI passen und sehr wichtig sind im Zeitalter von KI, weil am Ende das eine Fähigkeit ist die dann auch anhält wenn sich diese ganzen technischen Sachen rasend schnell ändern.
00:34:33: Das ist vielleicht die Essenz wenn wir von Bildung sprechen und sprechen wollen nämlich dass da ein Ziel dahinter ist was in China eben nicht dahinter wenn man etwa zu stark auf die rein wirtschaftliche Verwertbarkeit von Bildung fokussiert.
00:34:51: Nichts gegen wirtschaftlich Verwertigkeit, aber am Ende ist es kritisches Denken und mündig sein was man auch in Zeiten von KI gerade in Zeiten vom KI eben nicht ersetzen kann Denn Tools kommen und gehen.
00:35:05: das was tatsächlich bestehen bleibt ist eine Perspektive wie man Technologie anwenden kann und wie man technologie an wenden sollte.
00:35:12: Und wenn es uns gelingt, im Bildungssystem nicht nur über KI sondern auch mit KI ausreichend viele junge Menschen dazu zu bringen, mit diesen Technologien nicht nur ihrer Arbeit, sondern auch ihrem Weltbild entsprechend handeln zu können.
00:35:26: Wenn das also gelingt eine liberale demokratische Perspektive auch in der Annehmlichkeit von künstlicher Intelligenz aufrecht zu erhalten und die Köpfe zu bringen dann glaube ich ist das der größte Vorteil Denn die Geschwindigkeit, mit der sich KI weiterentwickelt, macht auch klar, dass praktisch jedes Anwendungswissen nur temporäres Wissen ist.
00:35:48: Und das aus genau diesem Grund eine kritische Herangehensweise – eine ganzheitliche Perspektive, die man nur als mündige Bürgerinnen oder mündiger Bürger überhaupt sinnvoll anwenden kann!
00:35:58: Wenn man also die freie und offene, die sichere Gesellschaft in den Fokus stellt von jeder Bildung dann glaube ich muss auch einem die Anwendung von künstlicher Intelligenz wie viel weniger Sorgen machen als das heute der Fall ist.
00:36:11: Und mit diesem Plädoyer für eine tiefe Integration von der richtigen KI auf die richtige Art in Bildung, in einer liberalen Demokratie wie Deutschland und Europa.
00:36:21: Mit diesem Plädoier bedanke ich mich nicht nur fürs Zuhören sondern auch bei denjenigen, die diese Bildungsreise nach China gemacht haben und die uns einen so reichen Erfahrungsschatz mitgebracht haben, dass wir davon profitieren können bei dem Aufsetzen einer KI-Bildung mit KI-Didaktik auf dem Weg zu einer KI Gesellschaft.
00:36:40: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:36:40: Und wenn ihr mit uns diskutieren möchtet, dann könnt ihr das gerne tun – auf verschiedenen Social Media Plattformen wo wir mit TechKI und Schmetterlinge Accounts unterhalten zum Beispiel auf LinkedIn, z. B. auf Instagram, tiktok oder auch YouTube.
00:36:54: Bis zum nächsten Mal.
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