Das Land der KI-Tüftler (zur TECH 2026)

Shownotes

Mit dabei sind unter anderem Cem Özdemir, Rolf Schumann, Maja Göpel, Robin Hermann, Claudia Alsdorf, Bernie Wagner und Achim Kempf. Gemeinsam diskutieren sie über digitale Souveränität, europäische KI-Infrastrukturen, Innovation, Nachhaltigkeit, Quantencomputing und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Zwischen schwäbischem Tüftlergeist, technologischer Aufbruchsstimmung und kritischen Perspektiven entsteht eine neue Erzählung über Europas Chancen im KI-Zeitalter.

Eine Folge über Technologie, Zuversicht und die Kraft, einfach anzufangen.

Schwarz Digits Digitale Souveränität ist die Basis für Unabhängigkeit, Wachstum und Wohlstand. Dafür wollen wir Bewusstsein schaffen.

Whitepaper Digitale Souveränität

Cyber Security Report 2026

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00:00:00: Tech, KI und Schmetterlinge.

00:00:03: Ein Podcast von Sascha Lobo in Zusammenarbeit mit Schwarztidgets.

00:00:07: Guten Tag und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Tech,KI und Schmetterlinge – dem Podcast von mir, Sascha-Loboe in Zusammenarbeiten mit Schwarzdidges, dem deutschen Technologiepartner für digitale Souveränität in Europa!

00:00:21: Erstmal, dass die Konferenz hier jetzt zum zweiten Mal stattfindet.

00:00:24: Das ist ja eigentlich auch ein Kompliment nicht nur für Baden-Württemberg sondern fürs Land nachdem wir die C-Bit nicht mehr haben, nach dem Deutschland da quasi von der Karte zu verschwinden drohte.

00:00:34: und wenn es nach uns geht wollen wir Baden Württembergs zum KI Standort Nummer eins in Europa machen und die Grundlagen sind ja jetzt nicht ganz schlecht vom Cyber Valley bis zu Heilbronn über Stuttgart.

00:00:46: Wir haben eine ganz gute Grundlage dafür.

00:00:49: Natürlich gegenüber China und USA in der ersten Runde hoffnungslos zurückliegend, aber vielleicht gibt es jetzt eine Chance in der praktischen Anwendung nochmal aufzuholen.

00:00:58: Wer hier ein Business machen will, muss diesen Routen verabschiedet werden.

00:01:08: Das ist genau das, was Stäckend in der Schwarzgruppe macht.

00:01:23: Wir finden einen Frameworker-Ecosystem mit digitalen Services, wo man sogar von den Service auf die Welt verabscheuern kann und das ist was ich sage.

00:01:32: Wir müssen ganz klar sein, dass Sorrenti bedeutet wir sind open für alle, die diesen Level absolut ablehnen können.

00:01:48: Erste von Cem Özdemir, dem frisch gewählten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg.

00:01:52: Und das zweite von Rolf Schumann, dem Digitalchef der Schwarzgruppe und Co-CEO von Schwarztidgets – also dem Unternehmen mit dem ich auch diesen Podcast gestellte.

00:02:02: Aus Heilbronn von der Tech durchgeführt.

00:02:05: vom Handelsblatt habe ich eine optimistische Botschaft mitgebracht oder vielleicht ein bisschen präziser weil wie viele von euch auch ja schon vorher optimistisch war, ein Fundament und eine Erzählung die diesen Optimismus stützt.

00:02:20: Denn tatsächlich gibt es – und das ist in Heilbronn ganz deutlich geworden – eine Art von Kontinuität aus dem sogar XIX Jahrhundert bis jetzt ins XXI-Jahrhundert.

00:02:31: im Kern geht dabei um die Frage ob und wie Baden-Württemberg und auch ganz Deutschland in zehn, in fünfzehn Jahren noch ein reiches Land oder land sein können.

00:02:42: Das ist eine Frage die sich schon viele gestellt haben und die natürlich mit dieser KI-Transformation, die vor uns liegt nochmal eine ganz andere Dringlichkeit bekommt nicht nur was den technologischen Fortschritt angeht sondern was die ganze Transformation angeht von Arbeitsprozessen der Wirtschaft und von der gesamten Gesellschaft durch und mit künstlicher Intelligenz.

00:03:04: Und Anfang fürchte ich, muss man dabei mit einem Eingeständnis mit einer ehrlichen Feststellung zu Beginn.

00:03:10: Den ersten Akt des gegenwärtigen Schubs der künstlichen Intelligenz haben wir in Deutschland und Europa nicht voll mitgenommen.

00:03:19: um es freundlich zu sagen.

00:03:21: Die meisten großen Sprachmodelle, die Software Hinter ChatGBT oder Cloud kommen aus den Vereinigten Staaten.

00:03:27: Oder aus China das große Geld ebenfalls und in ganz vielen Bereichen scheint es so als würden wir zurückliegen.

00:03:34: manche sprechen sogar von hoffnungslos.

00:03:36: Das ist zwar nicht ganz richtig aber dieses Grundgefühl wir hätten etwas verpasst ist eben auch nicht ganz falsch.

00:03:45: Und trotzdem muss man sehen dass die Geschichte damit alles andere als zu Ende erzählt ist Denn in verschiedenen Bereichen der vernetzten Technologie haben wir in Deutschland und Europa gar nicht so schlechte Voraussetzungen.

00:03:57: In der Forschung zum Beispiel, gleichzeitig ist es auch so dass wir noch alle Chancen haben.

00:04:02: Wir müssen sie jetzt bloß nutzen.

00:04:04: Ich habe dazu eine These die nach Baden-Württemberg ins Schwabenland besser passt als irgendwo sonst hin.

00:04:10: Denn meine These rund um den möglichen Erfolg Und den immer noch möglichen Erfolg Der KI-Transformation in Deutschland Die bezieht sich darauf dass ich glaube, dass wir etwas Altes aus dem XIX Jahrhundert dabei sind wieder zu entdecken.

00:04:26: Dass die Basis davon wie im XIX-Jahrhundert noch heute existierende große weltprägende Konzerne aus Deutschland und auch aus Europa entstanden ist, dass diese Basis für künstliche Intelligenz neu gefunden worden ist.

00:04:40: Und gleichzeitig beinhaltet das auch ein bisschen die Auseinandersetzung mit den vielen Versäumnissen, die völlig zweifellos da gewesen sind.

00:04:46: Wenn wir uns nämlich anschauen wie die Digitalisierung in den letzten zwanzig, fünfundzwanzig vielleicht dreißig Jahren in Deutschland funktioniert oder eben nicht funktioniert hat dann müssen wir feststellen dass Deutschland zu vielen der Transformationen... Wir haben ja die meisten von uns schon verschiedene miterlebt so viele Transformation einfach zu spät gekommen ist.

00:05:05: Die Internet-Transformation war in Deutschland sehr zäh.

00:05:08: Was man hier begriffen hat, welchen Stellenwert zum Beispiel E-Commerce hat ist viel Zeit ins Land gegangen.

00:05:14: Ebenso die Cloud Transformation, die in Deutschland zäh und schleppend verlaufen ist mit den entsprechenden Erfolgen und ganz eindeutig auch im Bereich Social Media.

00:05:22: Es gibt heute keine relevanten Social Media Plattformen, die weltweit Relevanz haben aus Europa.

00:05:29: Diese verschiedenen Transformationen da könnte man denken setzen sich zu einem Muster zusammen.

00:05:34: Deutschland ist halt immer später dran.

00:05:38: Ich sehe aber ganz konkrete Zeichen dafür, dass das bei der KI-Transformation in Deutschland nicht so ist.

00:05:44: Vor einem Jahr im Mai, hat Obmei Bilanz gezogen wer weltweit ihre Werkzeuge wie benutzt und da sind interessante Zahlen insofern rausgekommen als dass sie ein anderes Bild von Deutschlands zeichnen als man auf den ersten Blick vielleicht wahrnimmt Denn Deutschland hat die meisten Chatchapiti-Nutzer in ganz Europa und gehört vor allem bei den zahlenden Kunden zu den drei größten Märkten der Welt.

00:06:09: Wenn man das übersetzt, bedeutet es, dass in Deutschland wahrscheinlich eine siebstellige Anzahl von Menschen zwanzig Euro im Monat ausgeben – einfach um bei der Entwicklung von künstlicher Intelligenz vorne mit dabei zu sein!

00:06:23: Und dass so viel Geld, so viele Menschen investieren, um bei einer neuen Technologie dabei zu.

00:06:29: Das ist nicht unbedingt typisch für Deutschland.

00:06:32: Die Zahl aber, die für mich... ...die große optimistische Erzählung, die auch bei der Tech in Heilbronn so deutlich geworden ist,... ...am besten stützt!

00:06:40: Ist ebenfalls von OpenAI aus dem Mai-Mai-Augusten und sie betrifft Entwickler und Entwicklerinnen.

00:06:47: Sie betriffe also die Leute, die Fachleute, die mit KI eben nicht nur so privat ein bisschen fragen wie dieser Chatverlauf jetzt zu deuten ist.... sondern die sich damit beruflich oder zumindest in interessanten Projekten beschäftigen.

00:07:00: Denn Deutschland ist nicht nur an Platz drei, was die zahlende Nutzer angeht bei ChatGPT, Deutschland ist sogar an Platz zwei, was denjenigen Menschen angeht, die die KI-Schnittstelle von OpenAI benutzen.

00:07:13: und das bedeutet für mich ganz konkret dass hier eine ganz alte Erzählung wieder vorhanden ist denn wenn man eine KI Schnittstell benutzt Denn weiß man, was man tut.

00:07:24: Dann hat man da einen fachlichen Zugang und das Deutschland da an Platz zwei ist nach den USA weltweit.

00:07:29: Das heißt für mich dass die alte Tugend des Tüftlertums in Deutschland im Brechkei wieder entdeckt worden ist.

00:07:37: Wir waren im zehnten Jahrhundert in Deutschland das Land der Tüffler Und daraus sind im zehnem Jahrhunderte Weltkonzerne wie Bosch Wie Siemens Wie Mercedes entstanden.

00:07:47: und dieses TÜFTLERTUM Das übersetzt sich inzwischen in einer Art KI-Tüftlertum.

00:07:53: Wenn eine hohe sechstellige Zahl von Menschen in Deutschland die KI-Schnittstelle von OpenAI benutzt, dann heißt das für mich nichts anderes als dass überall dort draußen Leute anfangen zu basteln und zu schauen was kann man mit der Technologie wie machen?

00:08:09: Wie kann man sie produktiv einsetzen?

00:08:11: Ich bin mir natürlich einhundertprozentig sicher, dass das immer in absolutem Einklang mit den jeweiligen Richtlinien der Unternehmen, in denen diese Leute arbeiten passiert.

00:08:20: Da bin ich einhundraprozentzig sicher, da ist nicht nur AI Act sondern auch DSGVO jedes einzelne Mal bis ins Detail beachtet werden.

00:08:27: aber darauf möchte ich gar nicht hinaus!

00:08:29: Das worauf ich hinausmöchte?

00:08:31: Ist es hier eine alte Eigenschaft die schon einmal für einen Wohlstandsschub in Deutschland gesorgt hat plötzlich wieder entdeckt worden ist?

00:08:41: Vielleicht war sie auch immer da, die ist bloß zwischendurch etwas in den Hintergrund getreten.

00:08:47: Denn zum Tüftletoom gehört aus meiner Sicht auch eine bestimmte Form von Mut!

00:08:52: Denn tüfteln heißt immer an der Grenze von dem was vielleicht gerade machbar ist entlang zu tänzeln manchmal auch Konzepte auf den Weg zu bringen wie anderen lächerlich erscheinen mögen und trotzdem auszuprobieren was man damit wie machen kann.

00:09:07: Diese Haltung, das geht nicht.

00:09:09: Das will ich nicht!

00:09:10: Das haben wir noch nie so gemacht ist eine die Tüftlern schon immer zu wider ist und sie probieren es einfach trotzdem im Tüffteln.

00:09:18: Ist eine Form von Mut verborgen, von der Ich glaube dass wir sie in Deutschland brauchen.

00:09:24: Und jetzt haben wir also diese Situation Dass wir KI-Tüftler und Tüfterinnen in Deutschland haben just zu dem Zeitpunkt wo wir eine Transformation brauchen, damit dieses Land in zehn und fünfzehn Jahren eben noch ein reiches Land ist.

00:09:38: Aber daraus ergibt sich direkt eine Frage – nämlich bei aller Liebe zum schwäbischen Tüfteln!

00:09:43: Warum Heilbronn?

00:09:45: Warum nicht z.B Berlin oder im Zweifel Frankfurt

00:09:48: München?!

00:09:50: Als geborener und auch wirklich überzeugter Berliner kann ich mal versuchen das ganz objektiv anhand von Zahlen zu erläutern.

00:09:58: Wenn wir vom Wohlstand sprechen von der wirtschaftlichen Kraft in diesem Land, die ja ganz eindeutig mit Technologie zu tun hat – mit Bodenschätzen jedenfalls eher nicht oder zumindest nicht mehr.

00:10:10: Dann gibt es einen großen Unterschied zwischen Deutschland und vielen anderen Ländern zum Beispiel auch Frankreich!

00:10:17: Und der direkte Vergleich, der zeigt sehr deutlich warum er am Ende die Tech-Inhalbron sogar relevanter sein kann oder muss?

00:10:26: als eine ähnliche Veranstaltung in Berlin.

00:10:29: Wenn man sich die ökonomische Kraft von Frankreich anschaut, dann erwirtschaftet die Region um Paris fast dreißig Prozent der gesamten französischen Wirtschaftsleistung will sagen das schlagende pulsierende Herz.

00:10:41: der französe Ökonomie ist ganz eindeutig die Hauptstadt.

00:10:46: Um den Unterschied zu Deutschland ein bisschen besser darstellen zu können hat das Institut der Deutschen Wirtschaft vor einiger Zeit mal durchgerechnet was passiert wenn man die Hauptstädte verschiedener europäischer Länder einfach rausoperiert und die pro Kopf Wirtschaftsleistung vergleicht.

00:11:04: Wir sagen, wie wichtig ist die jeweilige Hauptstadt für die Wirtschaftskraft eines Landes?

00:11:09: Nimmt man die wichtigste Maßzahl für die wirtschaftskraft nämlich das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von Gesamt Frankreich.

00:11:15: Zieht man Paris davon ab dann crasht dieser Durchschnittswert um fünfzehn Prozent runter.

00:11:21: Genau das hat das Institut der deutschen Wirtschaft ausgerechnet und zwar für viele europäische Länder.

00:11:27: Für London ist das minus elf Prozent, für Athen sind sogar minus neunzehnt Prozent!

00:11:31: Die durchschnittliche Wirtschaftskraft pro Kopf sinkt in den allermeisten Fällen in Europa dramatisch wenn man die Hauptstadt rausnimmt.

00:11:38: Die Zahlen sind wie gesagt schon ein paar Jahre alt.

00:11:40: In der Substanz aber weisen sie eine Richtung auf.

00:11:44: Deutschland dagegen war nach dem Daten des IW Köln offenbar das einzige Land der Welt wo sich das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf vergrößert, wenn man die Hauptstadt rausnimmt.

00:11:54: Die Zahlen sind wie gesagt schon etwas älter.

00:11:56: bis Ende der zehn Jahre war es so.

00:11:58: inzwischen ist es in Berlin vor allem durch die Start-up Landschaft besser geworden.

00:12:02: aber in der Substanz ist die Aussage gleichgeblieben Denn die Botschaft dahinter macht den großen Unterschied bei der wirtschaftlichen Kraft Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern aus.

00:12:13: Der Wohlstand Deutschlands wird in der Fläche erarbeitet und nicht in zwei, drei oder gar einer großen Metropole.

00:12:21: Und das wiederum bedeutet dass die digitale Transformation die KI-Transformation in Deutschland in der Fläche klappen muss – und nicht nur in einzelnen Städten!

00:12:32: Wenn Frankreich es schafft Paris per KI-transformation auf den Nächsten Ebene zu hiefen dann reicht das zunächst aus.

00:12:39: In Deutschland dagegen müssen wir die KI transformation in der fläche schaffen Nicht nur in den Metropolen sondern in Mittelstädten und auch auf dem Land.

00:12:49: Anders lässt sich der Wohlstand dieses Landes nicht in die Zukunft übertragen, und eine kurze persönliche Note möchte ich noch anfügen.

00:12:57: Diejenigen, die glauben es sei ja nur Wirtschaft haben davon eine strukturell aus meiner Sicht gefährliche Betrachtungsweise.

00:13:04: Denn ich denke niemand von uns will ernsthaft dieses Land mit zwanzig-mit-fünfundzwanzig Prozent Arbeitslosigkeit sehen!

00:13:11: Ich glaube das wäre ein Recipe for disaster wie man so sagen darf Und das wird unbedeutet, es geht nicht nur darum dass wir in Deutschland reich bleiben.

00:13:19: Es geht auch darum, dass die liberale Demokratie ohne eine funktionierende Wirtschaft aus meiner Sicht noch stärker gefährdet ist als ohnehin schon.

00:13:28: Um übrigens mal die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Erfolgsrezepte von Frankreich und Deutschland auf den Punkt zu bringen kann man sich einfach die Aktienindices der beiden Länder anschauen – die wichtigsten nämlich in Deutschland den DAX-Fürzig.

00:13:43: Das sind also die vierzig Börsen notierten, wichtigsten und auch größten Unternehmen in den jeweiligen Ländern.

00:13:49: In Frankreich kommen siebenunddreißig der CAC-Vierzig aus Paris und Umland.

00:13:56: Nur drei sind irgendwo in anderen Regionen, in Mittelstädten oder auf dem Land.

00:14:01: In Deutschland, wenn man sich den DAX Vierzig anschaut, kommen zwei aus der Hauptstadt Berlin, aus anderen Topmetropolen München Frankfurt kommen zwölf und ganze sechsundzwanzig DAX-Konzerne, der vierzig DAX Konzerne kommen aus Mittelstädten, aus verschiedenen Regionen oder gleich vom Land.

00:14:21: Diese Unterscheidung, siebenunddreißig in Paris, also sechsundzwanzig in Deutschland eben nicht in den großen Städten – das macht die Unterschiedlichkeit aus!

00:14:30: Das ist aus meiner Sicht auch ein wichtiger Resilienzfaktor.

00:14:33: Das bedeutet nämlich dass der Wohlstand, der in der Fläche erarbeitet wird eine größere Substanz und eine geringere Angreifbarkeit haben dürfte.

00:14:41: Und gleichzeitig leitet das über zu dem Thema, was damit unmittelbar zusammenhängt.

00:14:45: Denn natürlich ist es auch eine Frage der digitalen Souveränität wie wir die KI-Transformation sinnvoll hinbekommen.

00:14:52: Wir haben bei der Kombination von Plattform und digitaler Vernetzung häufig beobachtet dass im vernetzten ökonomischen Bereich also das was Plattform ausmacht ein widerkehrendes Muster zu sehen ist.

00:15:07: Und dieses Muster heißt, dass mit der Zeit immer größere Anteile der Wertschöpfung von den Unternehmen verschoben werden in Richtung der Plattform.

00:15:16: Das bedeutet ganz konkret das wenn wir in Deutschland in Europa wirtschaftlich erfolgreich bleiben wollen dann brauchen wir eine gewisse digital vernetzte Unabhängigkeit.

00:15:27: Das ist eben wie Rolf Schumann Eingers gesagt hat etwas völlig anderes als Autarkie.

00:15:33: es bedeutet aber das man anfangen kann zu verhandeln Weil man entweder nicht gezwungen ist eine bestimmte Plattform, eine bestimmta Technologie ein bestimmtes großes Sprachmodell eine KI zu benutzen oder weil eine bestimmten Form von gegenseitiger Abhängigkeit besteht die eine Nivellierung der Abhängigkeiten mit sich bringt.

00:15:50: Das mag sich komplex anhören oder irgendwie wirtschaftsteoretisch und genau diese faktischen Auswirkungen sind in Heilbronn besprochen worden.

00:15:59: Wie schaffen wir es in Deutschland?

00:16:00: In Europa die KI-Transformation digital zu drehen hinzubekommen Und eben auch die Transformationen, die da vornutwendig sind.

00:16:08: Zum Beispiel die Cloud-Transformation, zum Beispiel die Transformation was die Verwendung und Erhebung der eigenen Daten angeht.

00:16:14: Übrigens passt bei dieser Entwicklung Heilbronn ziemlich genau in das Muster.

00:16:20: Im April im Jahr hat wiederum das Institut der deutschen Wirtschaft die vierhundert deutschen Kreise und Städte nach durchschnittlicher Kaufkraft pro Kopf sortiert.

00:16:28: An der Spitze noch vor Staunberg, vor München, vor Hamburg steht Heilbronnen.

00:16:34: Heilbronn ist da sogar die einzige Stadt überhaupt in den oberen zehn Plätzen.

00:16:38: Der Rest sind Kreise, die durch bestimmte Unternehmungen in diesem Bereich besonders viel gut bezahlte Jobs mit sich gebracht haben.

00:16:45: Da passt eben auch ins Bild dass die Unternehmen der Schwarzgruppe In Heilbron bzw.

00:16:50: Neckars Ulm witzen und mit schwarzt digits gerade eine eigene Cloud-und KI Infrastruktur aufbauen.

00:16:56: Genau!

00:16:57: Mit diesem Ziel der digitalen Souveränität Auch im Bereich der künstlichen Intelligenz Wieder in der Fläche, wieder genau dort wo Deutschlands Stärken nachgewiesenermaßen seit dem neunzehnten Jahrhundert erkennbar sind.

00:17:09: Deswegen eben auch Tech in Heilbronn, weil das keine Ausnahme ist sondern eine Art deutsche Regel die zu wenig Menschen wirklich berücksichtigen Denn IKI-Transformationen ist eben nicht ein großes Startup in Berlin oder einen toller Exit in München oder einen Weltmarktführer in Frankfurt.

00:17:27: Das gehört dazu und soll auf keinen Fall schlecht geredet werden.

00:17:31: Aber wenn man die wirtschaftliche Kraft dieses Landes in die nächste Ebene überführen möchte, die Daten- und KI geprägte Ebene nämlich.

00:17:39: Dann braucht man nicht nur eine bestimmte Form von Kraft und Unabhängigkeit in diesem Bereich.

00:17:44: Man braucht ebenfalls eine vernetzte, eine flächendeckende und am Ende auch resilientere Art von wirtschaftlichen Erfolg.

00:17:51: Ich glaube das mit den KI Tüftlerinnen in Deutschland genau der Pfad besteht, der zu einem erneuten Erfolg führen kann.

00:18:00: Wir haben gerade die Zahlen gesehen, was das Protoinlandsprodukt angeht.

00:18:03: Das Wachstum in Deutschland ist im Prinzip seit zwei Tausend Achtzehn, seit fast zehn Jahren mehr oder weniger konstant oder rückläufig.

00:18:11: Ich will sagen wir haben jetzt schon ein Problem noch bevor die große KI-Transformation wichtig angefangen hat.

00:18:17: ich glaube dass wir diesen Optimismus können es schaffen nicht nur brauchen sondern sich mit dem KI Tüftler-Tum des Inheilbronn beschworen worden ist auch ein sehr interessanter Weg ergeben hat.

00:18:29: Diese These möchte ich mit durch die ganze Sendung nehmen, ob und wie nicht nur Heilbronn vielleicht als Vorbild taugt weil dort die KI-Transformation klappen muss.

00:18:37: Und nicht nur in Berlinmitte sondern auch ob das KI Tüftler-Tum nicht eigentlich genau die Weise ist die mit am besten pass zu der Art Wie in Deutschland eben Erfolg hergestellt wird denn dass unterscheidet sich strukturell zum Beispiel vom Silicon Valley oder von China aus vielen unterschiedlichen Gründen.

00:18:54: Ein bisschen zurückfinden zur Tugend, ein bisschen eigene Modernisierung und am Ende stärker auf den eigenen Mut zu schauen als auf die eigene Angst.

00:19:04: Das möchte ich in die Sendung mitnehmen und anfangen damit.

00:19:07: etwas überraschend mit einem Zitat von Robin Herrmann war auch schon mal in diesem Podcast das Geschäftsführer von Stackit also dem Cloud-Anbieter der auch zu schwarz digits gehört Und er hat darüber gesprochen dass es nicht nur immer ein Nachteil sein muss Wenn man davon ausgeht, etwas später anzufangen als andere.

00:19:27: Als wir vor ungefähr acht Jahren angefangen haben hätten wir da schon gewusst wie schwierig es ist, wenn wir wahrscheinlich das sein lassen aber wie das halt so ist wenn du dann mal dran bist.

00:19:35: Das eine ist dass diese Fähigkeiten klar zu bauen erfordert brutale technische Expertise, erfordern auch einen sehr schmalen Skill.

00:19:42: Diese Leute zu kriegen ist nicht einfach.

00:19:44: Witzigerweise kommen von denen aber ganz viele jetzt nicht immer zu uns, weil wir so geil bezahlen.

00:19:49: Sondern die kommen, weil sie an diese Mission glauben.

00:19:50: Weil die kommen vom Hyperscale und sagen hey... Wir wollen an der Mission mitarbeiten und ich habe neulich einen Bewerber gehabt von einem Dehyperskiller.

00:19:58: Und da würde ich aus dem amerikanischen Organisationen dort kommen, der ein wichtiges Produkt hat gebaut, der sagt ja, ich hab bis zu dreizehnjährige Tochter.

00:20:04: was will ich in deren Mal erzählen?

00:20:06: Ich war dabei eine andere Story, das sage ich bei einer der Tausend Ingenieurs bei Google.

00:20:09: also das ist glaube ich es eine, dass wir kriegen über diese Mission den Skill und ich glaube aber du kriegst auch diese technische Komplexität musst du in eine gewisse Größe kommen, damit es skaliert.

00:20:18: Also das ist nichts was du baust für drei Sekunden oder für dreihundert Kunden.

00:20:21: Das heißt du musst schnell genug die Skala jetzt kriegen in Europa und dann müssen wir glaube ich richtige Allianze bilden weil das wird nicht funktionieren wenn jedes Land in Europa Versicht denkt.

00:20:29: Es geht nur indem wir Europa Uniform an der Stelle denken und damit halt in der Skalierung die Technik bauen und danach oben halt einfach genug halten dass jeder anwenden kann.

00:20:38: Haben wir auch tatsächlich ein bisschen den Vorteil, der spätere zu sein?

00:20:41: Weil wir können natürlich schauen was hat bei den drei großen Gutfunktionen und was vielleicht nicht.

00:20:45: Und können vielleicht auch vermeiden das Zubauen was nicht funktioniert hat.

00:20:48: Soweit Robin Hermann Und das ist ehrlicherweise eine Aussage, die ich mir auch selbst schon oft gesagt habe und wo ich nicht immer ganz sicher war ob ich hier ein bisschen Wunschdenken mit rein rühre.

00:20:58: Es gibt einen technologischen Effekt der nennt sich Leapfrogging, der ist auch wissenschaftlich und statistisch nachweisbar.

00:21:04: Das ist wenn man ein bisschen später dran ist dann kann man manchmal eine Generation überspringen und kommt so technologisch ganz nach vorne.

00:21:11: Aber LeapFrogging bezieht sich eher auf die Nutzung einzelner Technologien als auf ganze Geschäftsmodelle.

00:21:17: Und trotzdem sieht man am klassischen Tüftlertum in Deutschland, dass in bestimmten Situationen ein spätes aber druckvolles Aufholen tatsächlich als Erfolgsrezept betrachten werden kann.

00:21:28: Schauen wir da nämlich nach Stuttgart ins Jahr eighteenhundertsechstenundachtzig.

00:21:33: Da ist ein junger Mann namens Robert Bosch im Stuttgarter Westen und hat eine Werkstatt für Feinmechanik- und Elektrotechnik.

00:21:40: Ein Geselle, ein Lehrjunge das war die ganze Firma.

00:21:43: Die Werkstatt liegt sehr versteckt in einem Hinterhof.

00:21:46: vier Jahre später überhaupt erst kommt Bosch auf die Idee eine Schild an die Straße zu hängen damit die Kunden ihn überhaupt finden können.

00:21:53: und trotzdem war der Durchbruch von Bosch eben keine Erfindung aus dem Nichts.

00:21:58: Ein Ingenieur kommt zu ihm und bittet ihnen einen Magnetsünder nachzubauen.

00:22:02: Einen Magnetsünde also dass den Funken in einem Motor erzeugt in einem Verbrennungsmotor natürlich genau dem Motor der damals unter anderem für die Automobile Revolution gesorgt hat.

00:22:13: Ziemlich genau so ein Ding gab es schon bei der Firma Deutz in Köln, also vor Robert Bosch dorthin und sah sich das Gerät genau an, er hat erstmal überprüft ob hier ein Patent drauf liegt und dann hatte etwas getan was eben tüftlertypisch ist.

00:22:27: Er hat es nicht nur einfach nachgebaut, aber auch überlegt wie er es verbessern könnte.

00:22:32: Er überlegt an welchen Stellen die Aufgabe dieser Magnetzünder hatte vielleicht noch deutlich verbessert werden kann?

00:22:39: Genau das war damals die Essenz von den Weltkonzernen, der heute Bosch ist.

00:22:43: Nicht nur etwas nachzumachen, sondern diesen Ehrgeiz zu entwickeln und es besser machen zu können!

00:22:49: Da ist eine bestimmte Form von Hübris drin.

00:22:51: Erstmal zu schauen, wow da gibt's jemanden, der ist Vorreiter Avongard – heute wäre das in Silicon Valley zu schauen – sich das mal anzuschauen und so denken, nee, das krieg ich besser hin.

00:23:00: Und genau diese Hüberis….

00:23:01: Das ist der Mut, der bei Tüftlern und Tüfflerinnen häufig zu finden ist und er eben auch für Abwehrreaktionen sorgt.

00:23:08: Erst viel später kam dann bei Bosch der Durchbruch.

00:23:11: Zehn Jahre später, nämlich in den vergangenen Jahren, gibt es einen weiteren Mann, der es schafft die Zündung an einen schnell laufenden Automotor anzupassen und damit war eines der größten technischen Probleme des frühen Automobils gelöst.

00:23:23: Wie kriege ich bei einem wahnsinnig schnell drinnen Motor exakt die richtige Zündungen am richtigen Ort hin?

00:23:30: Dieser Vorsprung kam eben nicht daher dass Bosch als erster eine Idee hatte sondern dass er konstant versucht hat, die schon bestehen die Idee so gut und genial sie vielen erschienen sein mag weiter zu verbessern um auf die nächste Ebene zu kommen.

00:23:45: Dieses geduldige Bessermachen das war schon immer eine große Tugend.

00:23:50: mit dem Tüftlertum geht eine Form von Innovation einher die halt seltener disruptiv ist und häufiger iterativ verbessert Und das kann sehr gut!

00:23:59: Ein Erfolgsrezept für den deutschen KI-Erfolg werden.

00:24:02: Ich habe auch mit Claudia Alstoff gesprochen, die bei Schwarz-Sidgets Business Development mit verantwortet und wir haben uns darüber unterhalten wo dieses KI Tüfteln vielleicht sogar einen strukturellen Vorteil gegenüber den Vereinigten Staaten haben könnte.

00:24:25: mich sicher in einem Raum bewegen kann, in der analogen Welt wie in der virtuellen Welt.

00:24:30: Wenn ich mich da sicher fühle dann werde ich sehr viel innovativer und dann bin ich auch sehr viel schneller und sehr viel disruptiver als wenn ich die ganze Zeit Angst habe was mit meinen Daten passieren

00:24:40: könnte.".

00:24:41: Als notorischer Digitaloptimist bin ich natürlich gezwungen so ein bisschen eine Balance herzustellen.

00:24:46: jetzt direkt in Reaktion auf Claudias Flywheel Effekt denn auf der einen Seite bin ich sehr offensiv dafür, dass wir die Überregulierung in Deutschland und Europa versuchen den Griff zu bekommen.

00:24:58: Dass es nicht immer komplexer und komplizierter wird sondern das wir mehr Möglichkeiten haben auszuprobieren bevor wir alles im Grund- und Boden regulieren.

00:25:06: will sagen wenn man einen Rahmen setzt der nicht zu eng ist dann kann die Sicherheit dazu führen dass man sich freier darin bewegt wie Claudia sagt ums auf dem Tüftler zu übertragen Wenn der Tüvler die Tüfterin des Gefühl hat Ich bin in einer Art gesicherten Nichtschwimmerbecken.

00:25:22: Dann kann ich auch die wildesten Bewegungen versuchen, durchzuführen.

00:25:25: Ich kann eben trotzdem nicht ertrinken!

00:25:28: Eine Infrastruktur also, die in Europa steht und die europäischen Regeln folgt muss dann kein Käfig sein sondern die kann den Raum ausmachen wo das Tüfteln befreite aufspielen kann.

00:25:40: Das heißt aus meiner Sicht nicht dass man sagt Hurra!

00:25:43: Die DSGVO gilt zusätzlich noch zum AI-Eck.

00:25:46: lass uns beides nochmal verschärfen.

00:25:47: Das kann aber bedeuten dass man die europäische KI-Infrastruktur so aufsetzt, das man damit sehr viel freier und sehr viel offensiver umgehen kann.

00:25:57: Weil man weiß, dass man bis zu einem bestimmten Punkt eigentlich alles machen kann ohne fast automatisch Gesetze und Regeln zu brechen oder zumindest in Gefahr zu sein, das zu tun.

00:26:07: Das sogenannte Sandboxing ist dafür ein sehr essentieller Bestandteil.

00:26:12: Wir hatten das auch schon in der Sendung über die KI-Kommission, wo klar geworden ist wir brauchen sogar auf staatlicher Ebene die Möglichkeit Sandboxing zu betreiben!

00:26:21: Das ging auf der Tech in Heilbronn so weit, dass der Polizeipräsident Baden-Württemberg für Technik, Logistik und Service der Polizei sogar von Sandboxing für den Staat und die Behörden gesprochen hat.

00:26:32: Also erstmal Technologie ausprobieren zu können – von staatlicher Seite aus ohne das der reale Daten der Bevölkerung direkt konfrontiert werden müssen.

00:26:40: Technologien auszuprobieren und zu verbessern!

00:26:43: Das ist vielleicht der Kern des Tüftlertums und auch da glaube ich, dass Deutschland vom Schwabenland lernen konnte im Jahrhundert.

00:26:51: Und vielleicht ja eben im einundzwanzigsten Jahrhunderte wieder.

00:26:55: Ich möchte beim nächsten Punkt noch einmal den Blick darauf richten was uns vielleicht im Weg steht.

00:26:59: Und zwar wiederum mit einem Zitat von Cem Özdemir Wir sind Rechtsstaatstandort wir haben vergleichsweise gute Bildungspolitik Wir haben verlässliche Rahmenbedingungen in der Politik, wir sind Demokratien.

00:27:12: Das kann jetzt nicht jedes andere Land unbedingt von sich gerade sagen in der Welt.

00:27:16: Wir sind aber langsam und das ist ein immenser Nachteil.

00:27:20: Und in Brüssel die Regulierung bei KI muss glaube ich noch so einen gesunden Mittelweg finden zwischen dem was für uns wichtig ist, hohe Datenschutzstandards, Datensicherheit auch die Verlässlichkeit, aber gleichzeitig eben halt auch die Flexibilität.

00:27:35: Und da können wir glaube ich besser werden.

00:27:36: Schnelligkeit und Flexibilität.

00:27:38: Am Ende geht es nur mit Standardisierung und mit Skalierbarkeit und das sind so die zwei Engstellen, mit denen wir es leider in Deutschland zu tun haben wo wir besser werden müssen.

00:27:47: Jetzt kann ich ja auch diese eigene These eben kritisch verproben.

00:27:51: wenn Deutschland das Tüfteln halt so wahnsinnig gut kann oder im Bereich KI so viele Interessierte sind warum ist da bis jetzt nichts Großes draus geworden?

00:27:59: Das liegt an einer Anzahl von Gründen und Cem Özdemir hat hier leider einen Finger in die Wunde gelegt, nämlich Standardisierung und Skalierbarkeit.

00:28:09: Gerade was die Skalrierbarkeit angeht haben wir eine gewisse Klemme denn Skallierbarkeit geht immer auch mit Finanzierung einher.

00:28:16: es gibt ja neben Start-ups auch sogenannte Scale Ups also schon erfolgreiche funktionierende Geschäftsmodelle die einfach sehr viel Geld brauchen um die nächste Größenordnung oder vielleicht auch die übernächste Größenordnung überhaupt erreichen zu können.

00:28:29: Dafür Geld zu besorgen war in Deutschland bisher viel schwieriger als in vielen anderen Regionen der Welt und sogar Regionen von Europa.

00:28:37: Deswegen glaube ich, dass gerade Skalierbarkeit sehr essenziell ist und die geht nicht nur mit Innovationen sondern auch mit Investitionen einher.

00:28:43: Deutschland ist ärgerlicherweise – auf was sie Investition angeht – nicht besonders groß.

00:28:48: In den vergangenen Jahren hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau mal ein paar Zahlen dazu aufbereitet auf Basis von OECD-Daten und herausgefunden, dass Deutschland im Bereich IT nur einen Prozent des Bruttoinlandsprodukt eben in IT investiert.

00:29:04: Nur ein Prozent, wo legen wir da in Europa?

00:29:08: Wir sind immerhin nicht letzter könnte man sich sagen.

00:29:10: Nach uns sind noch Island und Luxemburg.

00:29:13: Wobei das zwei Länder sind die zusammengenommen weniger Einwohner haben als Berlin Mitte.

00:29:18: Wenn man das kontrastiv betrachtet, dann liegen wir zum Beispiel bei den Niederlanden bei drei Komma sechs Prozent.

00:29:23: Bei den USA bei Drei Komma sieben Prozent und bei Frankreich sogar bei vier Komma Sechs Prozent des Bruttoinhaltsproduktes, dass dort in IT investiert wird.

00:29:32: Deutschland Eins Komma Vier Frankreich Vier Komma sext.

00:29:35: Das heißt auf die Wirtschaftskraft bezogen investiert Frankreich mehr als dreimal so viel wie Deutschland.

00:29:41: Und ich glaube, dass das ein sehr wichtiger Punkt ist der mitschwingt in dem was Jim Özdemir hier analysiert hat Und auch diese Balance zu finden zwischen Regulierung, Flexibilität und Schnelligkeit.

00:29:52: Da glaube ich was die Schnelligkeit angeht, was die Bürokratie angeht haben wir noch einen weiten Weg in Deutschland vor uns.

00:29:59: Denn in den meisten Fällen sind es ja diese Tüftlerinnen und Tüffler Die ziemlich genau sagen können so könnte es aussehen und das dann verproben müssen.

00:30:07: aber Ich muss erstmal zehn Leute einstellen und das Geld dafür besorgen um die Bürokratie sinnvoll abbilden zu können.

00:30:12: Dann hat man sich hergestellt, dass es wirklich schwierig wird viel schwieriger als in vielen anderen Ländern vom einzelnen genialischen Tüftler von der einzelnen genialen Erfinderin hin zum Weltmarktführer zu operieren.

00:30:23: Wenn wir soviel gehört haben von den deutschen Zulieferern sowie Bosch und deren Teile mit denen dann wiederum andere deutsche Konzerne wie Automobilkonzerne Weltmarktführer werden konnten, denn ist genau das Zuliefere ein Schlüsselwort für Ökosysteme?

00:30:39: Heute betrachtet man Ökosysteme im Digitalen als eine wesentliche Stärke zum Beispiel des Silicon Valley oder in Shenzhen, China wo digitale Unternehmen ineinandergreifen können weil sie wissen wie sie Informationen übertragen können.

00:30:54: Diese Standardisierung haben wir in Deutschland lange vernachlässigt oder eher als regulatorik und Einschränkung und weniger als Möglichkeit einer willtschaftlichen Explosion betrachtet.

00:31:05: auch hier brauchen wir eine Balance.

00:31:07: Ich glaube nicht, dass alles bis ins letzte Detail standardisiert werden muss.

00:31:11: Aber auch beim Tüfteln ist das Erfolgsrezept deshalb so wichtig weil niemand weiß wer vielleicht als nächstes das entscheidende Bauteil oder die entscheidenden Software herstellt, die verschiedene Informationscluster miteinander vernetzt um einen Mehrwert herzustellen.

00:31:25: und dazu müssen wir verschiedenen digitalen Produkte und Plattform sinnvoll miteinander sprechen müssen ebenso wie die verschiedenen KI-Modelle.

00:31:33: Gleichzeitig besteht darin natürlich auch, das möchte ich nicht verschweigen einen Nachteil des Tüftelns.

00:31:38: Man kann sich da drin verlieren.

00:31:40: man verliert sich dann in der Perfektion oder in der Schönheit der Erfindung und vergisst, dass wirtschaftliche Erfolg am Ende vielleicht in Stückzahlen oder eben in Umsätzen in der Zahl der Menschen die ein Produkt verwenden und auch verwenden wollen liegt.

00:31:54: Das ist die Solbruchstelle die beim Tüffeln vorhanden ist.

00:31:57: Tüfteln ist quasi die praktische Fortsetzung des Forschungs mit dem Mittel des Ausprobierens und da brauchen wir eine Übersetzung, in der Deutschland leider auch nicht wahnsinnig gut ist.

00:32:07: Denn wenn man sich so verliert im Kleinen, im Detail, wenn man das große Ganze zu selten sieht und die Chancen zu selte sieht und deswegen auch viel schwieriger für Geld besorgen kann dann haben wie eine der Schwierigkeiten sie wiederum Claudia Alstoff besprochen hat.

00:32:21: Das stimmt mich wiederum optimistisch zu sagen ja es geht Und das kann ich auf Deutschland übertragen und damit auch auf Europa übertrage.

00:32:28: Was uns ausmacht, ist wirklich glaube ich diese Innovationsfreudigkeit – die haben wir nach wie vor!

00:32:35: Da bedarf es nicht immer nur darum große Gelder irgendwo reinzuwerfen und dann denkt man dann skaliert das schon sondern es bedarf eigentlich nur der Bereitwilligkeit der großen Firmen diese Lösung zu kaufen.

00:32:50: Ich glaube, das ist der einzige Punkt wo die Deutschen noch so ein bisschen hin dran sind.

00:32:54: Dass sie... ich will gar nicht über Risikokapital sprechen aber das Risiko zu sagen wir vergeben diesen Auftrag jetzt mal an einen Start-up und nicht an einem großes Unternehmen was schon zehn Aufträge dieser Art irgendwie abgefackelt hat.

00:33:07: Das sollten wir ändern!

00:33:07: Und dann sind wir glaube ich auf dem sehr guten Weg.

00:33:10: Ich möchte diesen Part zusammenfassen, wo ich die Notwendigkeit einer Balance sehe.

00:33:14: Wo ich gar nicht sage dass meine Position die einzige ist die komplett durchgesetzt dann den Erfolg ergibt sondern wo man austarieren muss, wo muss man mehr vorerst drauf liegen und wo muss Man weniger darauf legen?

00:33:24: Ich glaube das diese Balance dazu führen kann dass man vom Tüfteln ins skalieren kommt.

00:33:30: Und wenn das passiert Wenn man also das tüftel übersetzen Kann in einen skalierbaren wirtschaftlichen erfolg Dann Kommt Irgendwann der punkt wo man auch kritische Fragen stellen muss.

00:33:42: Und wenn man das tut, wenn man also vom genialischen Tüfteln hinfindet zu einer wirtschaftlich erfolgreichen Skalierbarkeit dann kommt irgendwann der Punkt, wo man sich eben auch kritischen Fragen stellen muß die notwendige Reibung.

00:33:57: genau das ist der Punkt wo ich auf der Tech in Heilbronn mit Maya Göpel drüber gesprochen habe der im Prinzip renommiertesten und bekanntesten Nachhaltigkeitsforscherin in Deutschland.

00:34:07: Klar, darum ging es ja auch.

00:34:09: Würde ich sagen wie schaffen wir das hin?

00:34:10: hinzubekommen, dass wir mit geringstem ökologischen Fußabdruck eine richtig super Versorgungsleistung hinbekommen.

00:34:15: Also Performance einfach verbessern.

00:34:17: und dann bin ich aber wenn ich da ernsthaft antrete... Und das ist meine ganze Erfahrung mit dem Zwischen Greenwashing und ernsthaft an der Transformation interessiert Unternehmen, dann mache ich mich eben auch transparent.

00:34:27: Dann zeige ich die Fortschritte weil damit kann ich auch Leute begeistern.

00:34:31: was wir aber sehen bei denen diese Abandon Story erzählen Die zerstören die Daten allen voran die Tech Bros in den USA.

00:34:36: Die nehmen ja die Umweltdaten runter, die Klimadaten runter sogar die Statistiken zum Arbeitsmarkt runter.

00:34:42: Um dann zu behaupten, Leute macht euch mal keine Sorgen, dass wir wahnsinnig reich werden und kleptokratisch den Staat ausnehmen.

00:34:47: Im Endeffekt wird es euch allen gut tun!

00:34:49: Das ist ziemlich eine fakes Story.

00:34:50: also wenn die wirklich daran festhalten sollen, dann haben sie doch ne tolle Chance mit dem was wir an Datentransparenz herstellen könnten mit den neuen digitalen Möglichkeiten alle auf diese Reise mitzunehmen und zu begeistern.

00:35:01: das machen Sie aber nicht.

00:35:02: Sie wollen uns einen Blackbox verkaufen während sie gleichzeitig für sich jeden Quadratzentimeter des Planeten vermessens.

00:35:07: da finde ich es ein bisschen Misstrauendung angebracht.

00:35:10: An dieser Stelle müssen wir das Zitat noch ein bisschen ausdehnen.

00:35:12: Man erkennt sofort, Maya Güppel war auf der Tech-Inhalbron eben die Stimme, die nicht laut mitgejubelt hat und das ist auch richtig!

00:35:20: Ich glaube nicht dass man bei aller Euphorie, dass man von aller Vision den man in die Köpfe bekommen muss was ich zum Teil als meine Aufgabe betrachte da ein positives Bild zu zeigen dass man dann gleichzeitig dafür sorgen muss, dass möglichst einklang im Chor der verschiedenen Stimmen herrscht.

00:35:37: Europa und Deutschland ist eben nicht China, wo es eine öffentliche Haltung in vielen Bereichen gibt die einzige Haltung ist.

00:35:45: Europa lebt auch von dieser Vielstimmigkeit Und ich glaube man kann es bei einer vielstimmigheit auch übertreiben.

00:35:51: Eine Fragmentierung kann halt auch eine Schwierigkeit sein Aber gleichzeitig liegt eine Chance darin wenn man Leute überzeugt Die eben am Anfang auch kritisch waren Wenn man sie vielleicht nicht ganz überzeugt Sondern wenn Sie einen Teil ihrer kritischen Haltung weiter aufrechterhalten, sodass man immer eine Form von korrektiv hat.

00:36:09: Eine Bremse und Korrektive sind zwei unterschiedliche Dinge und es fällt uns manchmal schwer das auseinanderzuhalten.

00:36:15: auch mir fällt das schwer das Auseinander zu halten.

00:36:19: aber die Frage ist schon nicht nur wie kann man eine Technologie nutzen sondern auch wofür?

00:36:24: Und warum kann man die Technologie so nutzen dass der Erfolg der daraus resultiert nachhaltig ist?

00:36:30: Auch hier kann man unterschiedlicher Meinung sein und das war ich an einigen Stellen mit Maya Güppel.

00:36:35: Aber ich glaube, dass man da auch ein bisschen Realismus mit reinbringen muss.

00:36:39: Denn auf absehbare Zeit werden wir jetzt nicht plötzlich das Silicon Valley rechts und links gleichzeitig überholen!

00:36:46: Natürlich gibt es Punkte in denen wir einen Vorsprung irgendwie ausbauen könnten oder überhaupt erst mal schaffen können – aber die Geldsummen, die gerade im Silicon Valley stehen, die Technologievorsprünge, die Know-how-Vorsprünge und auch die Radikalität, die grade in den USA in fast allen Bereichen erkennbar ist….

00:37:02: Die hat sehr massive Auswirkungen auf den gesamten Komplex künstliche Intelligenz und staatliches und wirtschaftliches Wirken.

00:37:08: Deswegen ist so reiner Jubel weder angebracht noch zielführend!

00:37:12: Das ist wohl gemerkt gar nicht auf einzelne Personen bezogen, ich finde wichtig dass es Menschen gibt die nur jubeln.

00:37:18: Es ist aber auch ein gesamtgesellschaftliches Bild bezogen Auf eine bestimmte Form von Debatte die auch eine Stärke in Europa ist.

00:37:25: Ich glaube, dass der europäische Vorteil eben darin liegen kann nicht schneller zu wachsen als zum Beispiel das Silicon Valley sondern besser zu wissen warum und wofür und wie nachhaltig man es aufsetzen kann.

00:37:37: Das kann Transparenz sein, das kann eine soziale und ökologische Wirkung sein die man mitdenkt.

00:37:43: aber es kann auch sein, dass man bei der nächsten Detonation beim nächsten Absturz etwas besser aus dem Tal heraus kommt bei der Absturz nicht so je und radikal erfolgt, weil er eben vernetzter, resilienter, flächiger ist.

00:37:57: Und da merkt ihr sofort den Connex zu dem Flächigerinnen- und breiter aufgebauten Wohlstand in Deutschland – nicht nur was die Orte angeht sondern auch was die wirtschaftliche Substanz angeht und sogar die Unterschiedlichkeit der Länder, die in Europa am Ende zusammenwirken!

00:38:12: Auf der Tech in Heilbronn war Defense ein wichtiger Begriff, der viel diskutiert worden ist.

00:38:17: Auch dagegen hat Meier Goepel sich kritisch geäußert was ich dort umso wichtiger finde.

00:38:21: um auch hier eine Balance hinzubekommen Ich war erfrischend euphorisch, als wir im Jahr zwei Tausend neunzehnte Gedanken darüber gemacht haben.

00:38:28: Wie kann man diese Digitalrevolution jetzt eigentlich auf die Sollbuchstellen der Nachhaltigkeit loslassen?

00:38:32: Also dann wie kriegen wir Smart-Grid-Systeme und Neubarenergiesysteme?

00:38:35: Wie bekommen wir eine Vergütungsstruktur hin für all diejenigen, die sich um den Planeten kümmern anstatt, denen nur ausräumen?

00:38:40: Wie kriegen wir mehr Transparenz in viele Sobleit, also die Verketten rein.

00:38:44: Sodass wir tatsächlich Kinderarbeit und Extraktion zurückbringen können, Korruption zurückbringen kann.

00:38:48: Also eine wahnsinnige Potenziale!

00:38:50: Und jetzt bin ich eher an dem Punkt wo ich verstehe ob der Zuspitzung der Lage das es notwendig ist?

00:38:56: Jetzt eben in die Fans, das Riesenthema hier auch reinzugehen.

00:38:59: Aber was mich wahnsinnig bekümmert ist dass jetzt auf einmal das abgefeiert wird als der Wirtschaftswachstumsboom.

00:39:05: Weil das ist einfach normativ völliger Fail und das es auch ökonomisch theoretisch wirklicher Schwachs sind.

00:39:10: weil da würden wir über Regratibles reden also notwendige aber bedauerliche Ausgaben, weil wenn uns hoffentlich alle einig sind, dass all das was hergestellt wird im Idealfall nie benutzt werden muss Und wenn wir es benutzen, wird sehr viel Zerstörung und Leid anrichten.

00:39:23: Und trotzdem wird das heute in die gleichen Kategorien wie Ethisches Investment und irgendwie Wachstum reinfaktoriert – und damit sind wir, finde ich, normativ in der Sprache, die wir verwenden

00:39:32: entgleist.".

00:39:49: Was bedeutet KI für die Sicherheit Deutschlands?

00:39:52: Für die Sicherheit der EU, letztlich für die Sicherheit der NATO.

00:39:56: Erst recht in den Vereinigten Staaten sich eben nicht nur im Silicon Valley Kontext sondern auch im militärischen Kontext immer stärker abkoppeln.

00:40:03: von Europa da kritisch zu fragen und gerade im Defence-Kontext auch etwas anderes gelten zu lassen als nur Begeisterung halte ich für eine Stärke in Europa wo Europa unspeziell Deutschland aber eine Stärke neu finden müssen Und das ist ebenfalls auf der Tech-Inhalberon umfangreich besprochen worden.

00:40:23: Hören wir uns dazu noch mal, Cem Öztemir an!

00:40:26: Was ich ganz klasse finde und es übrigens auch nicht ganz neu tut.

00:40:29: immer so als ob Startups jetzt dieses ganze was Neues wäre...was war denn der Karl Benz?

00:40:35: Was war denn bei Gottflieb Daimler?

00:40:37: Was War der Maybach?

00:40:38: Das waren alles auch mal klitschen wenn man so will die Idee hatten gegen alle Widerstände verfrückt erklärt wurden, sich durchgesetzt haben und am Ende waren es Weltmarktführer.

00:40:49: Und sie haben die Welt revolutioniert – genau das kann jetzt auch wieder passieren!

00:40:52: Man muss den Leuten was zutrauen.

00:40:55: Man darf die Leute nicht immer gleich irgendwie verurteilen man muss ihnen die Chance geben, man muss ihn auch Risikokapital geben.

00:41:01: Man muss ihnen nicht gleich mit Arbeitszeitverordnungen kommen.

00:41:03: wenn's die ersten zwei Jahre sagen wir arbeiten einfach Tag und Nacht durch hat mich das nichts anzugehen.

00:41:09: Östemir nennt viel Namen und das Schöne ist, dass sie alle in der Gegensrund um Heilbronn entstanden sind.

00:41:14: Benz in Mannheim, Daimler & Bosch in Schuttgart, Maibach mittendrin.

00:41:18: Heute betrachten wir diese Leute jetzt speziell auch im Baden-Württemberg als Genies des neunzehnten Jahrhunderts und vergessen aber, dass ihre Geschichten am Anfang von Scheitern, vom Spott und von der Überwindung von kaum überwindbaren Hindernissen gehandelt haben!

00:41:33: von einer tüftlerartigen Artsturen trotzdem machen.

00:41:38: Und ich glaube, dass es mir genau das mit diesem Zutrauen meint.

00:41:42: und da gibt es einen interessanten Tist der gerade mit dem KI-Tüfteln in Deutschland zu häufig unter den Tisch gefallen lassen wird.

00:41:50: Das ist eine Art Lieblingsgeschichte von mir aus dem automobilen Bereich, aus dem neunzehnten Jahrhundert.

00:41:56: Die Geschichte von Karl Benz, wie kann man zurückführen auf den Motorwagen quasi die Geburtsurkunde des Automobils?

00:42:05: Das Problem war aber dass ihm dieses Ding am Anfang niemand abgekauft hat.

00:42:09: Der Verbrennungsmotor zum Beispiel war gar nicht der Standard was Automobilität anging.

00:42:14: Dampfwagen und sogar Elektroautomobil waren viel verbreiteter und dementsprechende Öffentlichkeit auch die Normalität.

00:42:20: Niemand kauf ein Automobil mit Verbrennungsmotor, weil es als lautes stinkendes gefährliches Spielzeug für Verrückte gilt und die Verkaufszeilen sind dementsprechend ein Desaster.

00:42:30: Dann passiert im August, in der sich etwas Folgenschweres im Positiven.

00:42:35: Denn Bertha Bens, die Frau von Karl-Benz technisch mindestens so begabt wie ihr Mann steht eines morgens früh auf und nimmt ihre beiden Söhne und schiebt den Motorwagen aus der Werkstatt und fährt einfach los ohne ihrem Mann Bescheid zu sagen.

00:42:49: Und zwar über einhundert Kilometer weit von Mannheim nach Forzheim, über häuprige Feldwege mit einem Auto das eine solche Strecke vorher nie gefahren ist.

00:42:59: Das hatte einen Grund dass diese Streckel noch nicht zurückgelegt worden war weil das Auto damals relativ häufig kaputt ging!

00:43:04: Was hat aber Bertha Benz getan?

00:43:06: Sie hat das Auto unterwegs repariert mit dem was eine Frau im neunzehnten Jahrhundert dabei hatte Eine verstoffte Benzinleitung hat sie mit einer Hutnadel freigemacht, eine durchgescheuerte Zündung hat Sie mit Ihrem Strumpfband isoliert und an einer Steigung wo die Bremsen versagt haben lässt sie bei einem Schuhster-Schuleder auf die Klötze nageln.

00:43:25: Und er findet ganz nebenbei damit den Bremsbelag.

00:43:28: diese damals Verbrennungsmotor seitlich längste Autofahrt der Welt von einer einzigen entschlossenen Frau.

00:43:34: Hat plötzlich bewiesen dass das Automobil kein Spielzeug ist sondern ein Verkehrsmittel.

00:43:41: kamen die ersten Verkäufe, das aber ein erfolgreicher Weg vom Tüfteln zum wirtschaftlichen Erfolg durch eine ganze Menge Spott und Abwertung.

00:43:49: Und eben auch Erfindergeist an absurder Stelle führt.

00:43:53: Das ist eine Tugend von der ich glaube dass man sie aus dieser Region aus dem schwäbischen TÜFTLER-Innentum ins einundzwanzigste Jahrhundert übertragen kann.

00:44:01: Dieses Handeln statt kaputt denken und kaputt regulieren, das ist etwas was uns im KI Bereich ebenfalls noch fehlt.

00:44:07: So genau diesem Thema habe ich mit Berni Wagner gesprochen dem Chief Sales Officer von Schwarz-Digits.

00:44:13: KI wird die Welt verändern viel, viel schneller als das alle anderen denken.

00:44:18: Es kann uns massiv schnell diskutieren.

00:44:20: In der Vergangenheit war es immer so dass unsere Unternehmen, die Hinten Champions und so weiter gesagt haben Kann uns nicht so viel passieren weil wir haben unser Intellectual Property.

00:44:30: Das ist in den Köpfen unserer Leute Und unsere Daten sind safe.

00:44:34: Diese Daten sind natürlich sehr schnell nutzbar.

00:44:36: Und wenn sie nutzbar gemacht werden und falsche Hände kommen, dann ist das auch eine massive Bedrohung weil man von heute morgens destruktiert werden kann.

00:44:44: Wir sehen dass es heute gibt Unternehmen die mit ganz wenigen Mitarbeitern in der Lage sind sehr großen Unternehmen massiv das Leben schwer zu machen.

00:44:53: Das große Problem ist einfach diese Adoption.

00:44:56: Es sage immer Machen ist wir wollen nur krasser Ja?

00:44:58: Und wenn ich die Frage stelle in die Audienst Wer von euch nutzt denn jeden Tag KI?

00:45:04: Dann gehen alle Hände hoch.

00:45:05: Wenn ich frage, wer von euch nützt denn die KI aus Europa?

00:45:09: und dann sind es maximal fünf Prozent.

00:45:11: Und das ist ein Thema, das muss sich ändern.

00:45:13: Deswegen müssen wir daran arbeiten dass wir eben auch mithilfe von Stekket als Vehikel diese Plattform bieten, dass all diese souveränen player europäischen Player oder halt internationalen Player, die die gleichen Werte haben halt eben auch verfügbar gemacht werden Für den Mittelstand, für den Public Sektor und auch für die großen Unternehmen.

00:45:34: Und daran arbeiten wir.

00:45:36: Tag und Nacht!

00:45:37: Meine Mutter sagte wenn es im Esel sowohl ist geht er aufs Eis tanzen.

00:45:43: Ich glaube wir waren schon sehr bequem in der Vergangenheit.

00:45:46: Ja, wir haben das Thema Cloud ein Stück weit verschlafen gehabt.

00:45:52: Wir haben das thema KI bis auf wenige Player hier in Europa und auch im Deutschland noch.

00:45:57: mit Aleph Alpha war man nicht immer an vorderster Front.

00:46:01: Und dass jetzt aufzuholen das geht nicht innerhalb von einem Tag sondern da muss man halt seine Hausaufgaben machen hart investieren Das ist vielleicht der schmerzhafteste Satz den ich auf der Tech gehört habe weil er eben genau diese Lücke zwischen reden und tun trifft auf diesen Punkt der digitalen Souveränität eingeht.

00:46:19: Man kann eben glühend für Europa sein, man kann wirklich glauben dass wir nicht nur eine Chance verdient haben sondern auch eine Haben die wir alle nützen müssen.

00:46:28: und trotzdem hat man noch nicht einmal ausprobiert ob sich vielleicht misstral mit dem neuen großen Sprachmodell eine mindestens genauso gute Alternative sein kann wie sagen wir Chatchabity oder Claude?

00:46:40: das ist ein Punkt wo man sich auch an die eigene Nase fassen muss Warum das, was hier in Deutschland in Europa entsteht von uns selbst häufig zunächst mit einem Nase rümpfen begrüßt wird und nicht mit einem Lass es uns doch ausprobieren.

00:46:52: Man kann ja hinterher immer noch sagen naja ist halt nicht so gut wie.

00:46:55: vielleicht kann man auch sagen aha die Vorteile wenn wir das richtig machen können überwiegen Und einer der wesentlichsten Vorteile ist dass man beim Machen Erst mal versucht sich zu fokussieren auf genau die Bereiche, die eben langfristig und nachhaltig und vor allem wirtschaftlich von Vorteil für Deutschland und Europa sein können.

00:47:15: Ich glaube nicht an Autarkie, ich glaube nicht ein Tech-Nationalismus – auch nicht dass wir gleich übermorgen in Deutschland noch krassere und bessere große Sprachmodelle als im Silicon Valley bereit sind herzustellen!

00:47:27: Und trotzdem gibt es viel zu viele Bereiche, wo wir uns ein bisschen zu bequemen, so ein bisschen Zuvorurteilsbeladen sagen.

00:47:34: Nee ach das probieren wir gar nicht erst aus!

00:47:37: Der Sport und die Heme, die wir vielen Plattformen und vielen Geschäftsmodellen am Anfang gerade aus Deutschland, gerade aus Europa entgegenbringen.

00:47:43: Ich habe ein ganz konkretes Beispiel aus meiner persönlichen digitalen Historie Twitter wo ich vergleichsweise früh ab zwei tausend sieben intensiv mit dabei war.

00:47:51: Twitter hatte in den ersten anderthalb Jahren, vielleicht sogar zwei Tausend neun ständig massive technische Probleme.

00:47:59: bis heute als Meme übrig geblieben ist der Fail Whale.

00:48:03: Twitter hat er als Logo einen Vogel aber immer wenn es nicht funktioniert hat dann kam ein Wahl Der Fail Whales Der Fable, den habe ich im Jahr two-tausend acht häufiger gesehen als den Twitter Vogel.

00:48:15: Und trotzdem sind so viele Leute irgendwie verzeihlich damit umgegangen.

00:48:18: Man muss dazu sagen dass natürlich auch das entsprechende Produkt sensationell war und sich fantastisch angefühlt hat.

00:48:24: Und trotz dem gibt es da eine Haltung an der wir die Öffentlichkeit, die Bevölkerung, die Leute die direkt konfrontiert mit digitalen Produkten und KI arbeiten müssen.

00:48:34: Nicht schlecht zu reden!

00:48:36: Natürlich gelingt das umso leichter je größer Je wirkmächtiger und je positiver die Vision ist, wie man sich gerade anschaut.

00:48:44: Was diese Vision angeht habe ich auf der Tech in Heilbronn mal gewissermaßen das Fernlicht angeschaltet und mit Achim Kämpf gesprochen.

00:48:52: Er gilt als einer der weltweit führenden Forschenden zum Thema Quantum Computing.

00:48:57: Meistens fasziniert im Moment ist die Tatsache dass in den nächsten paar Jahren die Quantentechnologie einen großen Wandel durchmachen wird.

00:49:07: Im Moment konzentriert man sich in der Quantentechnologie darauf, die Quantencomputer zu stabilisieren.

00:49:15: Es geht bei Quanten-Computing ja darum einzelne Teilchen zu manipulieren, einzelne Elektronen und einzelne Atome.

00:49:22: Und das ist natürlich so winzig dass sie sehr stark umwelteinflüssen ausgesetzt sind.

00:49:29: Das bedeutet, dass ganz einfach eine Null zur Eins werden kann oder eins zur Null werden kann.

00:49:33: Da gibt es Fehler!

00:49:35: Die große Herausforderung war und ist immer noch diese Fehler schneller zu beheben, schneller zu korrigieren als sie auftreten.

00:49:46: Das ist so ähnlich wie wenn man einen Hochseilakt macht.

00:49:49: ich möchte über so ein Hochseilt balancieren und wenn ich da nicht trainiert bin dann wird mich schon der erste Ausrutscher runterwerfen.

00:49:58: aber wenn man richtig gut trainiert ist dann kann man solche Bewegungen auf dem Hochseilen schneller korrigieren, als die Fehler auftreten.

00:50:08: und in dem Moment ist man dann ein Hochseilkünstler der bequem vor- und zurückgehen kann.

00:50:13: Und so... In dieser Stelle sind wir gerade mit den Quantencomputern.

00:50:17: Wir sind dabei sie balancieren zu lernen.

00:50:22: Man kann das bisher mit etwa vierzig Cubits machen.

00:50:25: Man kan also deren Fehler so schnell korrigiert wie sie auftreht und sogar schneller.

00:50:29: Vierzig Cubits kann man noch simulieren mit einem klassischen Computer.

00:50:34: Worauf man auf die Zahl, auf die man so achten soll ist eigentlich hundert Cubits.

00:50:37: Wenn man das schafft, hundert Kubits schneller Fehler zu korrigieren als die Fälle auftreten dann hat man es geschafft und das ist dann der Moment in dem die ganze Industrie sich ändern wird.

00:50:50: Der Grund ist der.

00:50:53: Konnten Computer mit Hundert Cubids können nicht mehr simuliert werden von einem klassischen Computer.

00:50:57: selbst wenn man alle klassischen Computer der Welt zusammenschalten würde, könnten sie nicht das tun was Hundert Cubits können.

00:51:05: Ist die Frage wann hat man hundert Cubids die Fehler korrigiert sind?

00:51:09: Die Roadmaps der Hardware Manufacturers sagen zwischen einem und fünf Jahren.

00:51:14: eine Firma Q-Era aus Harvard sagt die machen es dieses Jahr noch also dieses Jahr doch.

00:51:21: oder spätestens in fünf Jahren werden wir Quantenprozessoren haben mit hundert logischen Cubits.

00:51:26: die können Dinge tun die man nicht mehr simulieren kann mit klassischen Maschinen.

00:51:30: Wenn man so eine Einheit einmal bauen kann, kann man sie auch oft bauen.

00:51:34: Das bedeutet, man wird sie miteinander zusammenschalten um dann noch mächtigere Quantencomputer zu erhalten.

00:51:41: Man wird die Computer auch zusammenschalten aus einem anderen Grund.

00:51:44: Wenn man Quantenkomputer zusammengeschaltet bekommt man Quantenkommunikation und Quantenkombination ist gesichert nicht durch die Cleverheit der Informatiker oder der Mathematiker sondern durch den Naturgesetz selbst.

00:51:59: Und das wird der große die große Änderung sein in dem Feld der Quantentechnologien.

00:52:07: Die nächsten zwei, drei, vier höchstens fünf Jahre wird man noch mit Quantenfehler-Kultur beschäftigt sein und dann wird sich das Feld umorientieren und man wird Quantenkomputer mithilfe des Quanteninternets zusammenschalten, um größere Quantenkompüter zu halten und auch Quantenkommunikation zu haben, mit der die Cybersecurity sichergestellt sein wird.

00:52:28: Das finde ich eigentlich so im Moment die technologisch faszinierendeste Entwicklung, die da gerade abläuft.

00:52:35: Und wenn man das mal hat... also große Quantencomputer hat dann werden sie natürlich zu neuen Anwendungen führen wie zum Beispiel in der Pharmakologie wo man Moleküle, die ja selbst Quattensysteme sind natürlich nirgends besser simulieren kann als auf einem Quantenkomputer.

00:52:53: aber auch für die Optimierung und Logistik werden Quantenkomputers sehr nützlich sein und natürlich zum brechen von Codes.

00:53:01: Wenn man zum Beispiel heute eine Webseite aufruft, die fängt mit HTTPS an dann steht das S für Security und das bedeutet normalerweise RSA.

00:53:11: Das ist diese RSA kryptografische Methode.

00:53:14: Aber RSA wird gebrochen werden von Quantencomputern.

00:53:18: Was heißt das?

00:53:18: muss man umstellen?

00:53:21: Ja praktisch heißt es für jemand der mit sensitiven Daten umgeht ob das sitzt Regierung oder ein Krankenhaus ist, oder eine Bank oder wer auch immer.

00:53:32: Die müssen eigentlich jetzt schon umstellen auf kryptografische Methoden die man Post-Quantum-Kryptographischen Method nennt, die dann auch Quantenkomputern standhalten werden.

00:53:41: das BSI hat die Timeline vorgezogen.

00:53:45: innerhalb von drei Jahren soll man jetzt eigentlich schon diese Methode implementiert haben und wenn man in der Industrie ist und Computerintensive Dinge tut, ist man vielleicht gut beraten sich heute schon zu überlegen.

00:54:01: Wie kann ich mal einen Computer einsetzen?

00:54:03: Tüfteln in all seiner Radikalität hört natürlich beim Heute nicht auf sondern fokussiert ja immer irgendwie in die Zukunft sowie der Begriff Verbesserung eigentlich ein extrem zukünftiger Begriff ist weil er sagt das was heute da ist mir nicht gut genug Ich möchte es verbessern.

00:54:20: Wenn Achim Kämpf von RSA spricht, also einer Verschlüsselungsmethode die irgendwann demnächst mit Quantum Computing knackbar sein wird dann sehen wir dass das eben nicht nur ein wirtschaftlich vielversprechender Ansatz ist wo vielleicht irgendwann mal einen Weltmarktführer aus dem Schwäbischen kommen könnte sondern dass das immer auch eine Sicherheitsfrage ist.

00:54:38: Eine Frage der digitalen Souveränität.

00:54:40: ohnehin.

00:54:41: denn in dem Moment wo ein Land eine Verschlüßung knacken kann und das andere nicht kann man sich ungefähr vorstellen was das für das Kräftegleichgewicht bedeutet.

00:54:49: Quantencomputer werden Verschlüsselung knacken, die wir heute als sicher betrachten.

00:54:54: Und wenn sich das BSI – das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und so oberste deutsche Tech-Sicherheitsbehörde gewissermaßen – wenn das BSE sich dazu gezwungen sieht, die Frist wo quantensicher verschlüsselt sein muss soweit nach vorne zieht dass schon in drei Jahren alles umgestellt sein muss dann erkennen wir es ist nicht mehr irgendwie ein ferner Horizont.

00:55:14: Dann ist das die nächste Legislaturperiode, in der natürlich jetzt schon weichen gestellt werden müssen.

00:55:20: Damit wir nicht plötzlich wenn sagen wir China genau diesen Durchbruch als erstes erzielt Wir da liegen und komplett durchleuchtbar sind mit digitalen Mitteln und KI Denn dann nutzt eben auch Datenschutz nichts mehr Wenn Verschlüsselungen einfach nicht sicher sind.

00:55:35: Hier wird es für meine These des TÜVT-Latums in Deutschland und Europa richtig interessant Denn beim Quantum Computing sind Deutschland und Europa alles andere als Nachzügler, sondern ziemlich genau der Ort war einige der vielversprechendsten Technologien.

00:55:49: Und auch Start-ups heute schon zu Hause sind!

00:55:52: Dann wollen wir uns mal einem auch betrachten.

00:55:54: das kämpft selbst wie viele andere eine Art Symbol dafür sind, wie dieser Quantum Fortschritt in Europa bisher nicht voll ausgeschifft worden ist.

00:56:03: Ich finde Achim Kämpf hat auf der Bühne gesagt, dass wenn man alle Europäer und Europäerin die im Ausland forschen zurück nach Europa holen würde dann wäre der Vorsprung für die anderen Länder kaum oft zu holen.

00:56:16: Bei einer so wichtigen Zukunftstechnologie ist das eben auch die Frage einer souverinen Infrastruktur.

00:56:22: Und weil wie bei KI die Infrastruktur zur Quantum Computing unfassbar aufwendig und unfassber teuer ist.

00:56:29: Es ist auch hier wieder eine Frage, wie schaffen wir Souveränität bei einer Technologie die im Bereich Sicherheit, in dem Bereich Wirtschaft und Politik und im Bereich Freiheit massive Auswirkungen haben wird.

00:56:42: Wenn ihr heute also von digitalen Infrastrukturen sprechen, müssen wir sie ausrüsten gegen eine Bedrohung oder Bedrohungslandschaft, die in drei Jahren ein völlig neues Level erreichen wird Und jetzt in diesem Podcast, mit dem ich auch Mut machen möchte sich selbst intensiv damit zu beschäftigen wie eine solche KI-Transformation vorangeht oder wie man vielleicht selbst zur KI Tüftlerin zum KI-Tüftler werden kann.

00:57:04: Zum Beispiel mit Vibecoding dass wir in einer der nächsten Sendungen besprechen werden und da möchte ich als Abschluss zum Mut machen noch einmal Cem Özdemir das Wort geben.

00:57:13: Was ist Thema Mut?

00:57:15: Wir haben ja ein Mutdefizit des Wissen alle Wie können wir den begegnen In dem man einfach anfängt, also wir haben uns zum Beispiel jetzt in Baden-Württemberg vorgenommen.

00:57:24: Wir machen es mal anders.

00:57:25: Wir schauen uns nicht Bericht für Berichtern, ob's den Bericht noch braucht oder jeden Bericht braucht.

00:57:30: So und wir haben jetzt einfach einmal gesagt bis zum nächsten Jahr, siebenundzwanzig fallen alle Berichts-, alle Dokumentationspflichten ersatzlos weg.

00:57:39: Es sei denn die neue Landesregierung kann belegen das braucht den Berichten und sie findet dafür eine Mehrheit.

00:57:44: Beliegt laste Umkehr quasi?

00:57:46: Genau!

00:57:46: Also das Prinzip umkehren Und nach der Abschaffung ist Vorderabschaffung.

00:57:51: und so, wenn wir eigentlich weitermachen auch mit neuen Regulierungen.

00:57:54: Wer sagt es braucht eine neue Regulierung muss einen Vorschlag machen welche dafür wegfällt.

00:57:59: Das ist die politische Unterstützung des Machens das ist die Form von Tüftler Mentalität der Verbesserung übersetzt in die Politik.

00:58:07: eben nicht bei der Entbürokratisierung die praktisch alle für Notwendigkeiten zu fragen was man jetzt streichen darf sondern umgekehrt zu verlangen dass die Regeln die bestehen bleiben sollen genau begründet werden müssen.

00:58:19: Die Beweislast wird umgedreht und darin sehe ich einen ziemlich großartigen Ansatz, der aus meiner Sicht weit über Baden-Württemberg hinaus in Deutschland und in Europa speziell auch bei der europäischen Regulierung zu einer Selbstverständlichkeit werden sollte Denn auf diese Weise glaube ich wird im Zweifel gemacht und nicht geprüft.

00:58:37: Das soll nicht bedeuten dass wir in allen Dimensionen komplett deregulieren müssen.

00:58:40: wie gesagt kommt es hier auf die Balance an.

00:58:42: das soll aber schon bedeuten bei der Entwicklung vom Tüftler-Tum in Richtung des KI-Tüftlertums.

00:58:49: Besonders das Machen, das Mut machen und das einfach loshandeln unterstützen müssen.

00:58:55: In dem Kontext habe ich die Tech-Inhaltebronnen als radikal empfunden – als radikal optimistisch, als radkal machorientiert oder auch als radigall neugierig und damit bis zu einem bestimmten Punkt angstfrei.

00:59:07: Und deswegen möchte ich jetzt harten vielleicht auch seinerseits radikalen Abschlusssatz eine Aufforderung in diesen Podcast bringen!

00:59:15: Schafft ein, zwei viele Heilbrons.

00:59:19: Und ja er ist aus einem schwierigen Kontext geborgt.

00:59:21: im Original hieß er schafft zwei drei viele Vietnams.

00:59:25: Geschrieben hat ihn Jay Guevara der Guerilla-Kämpfer mit Baskenmütze aber er meinte damit exakt das Gegenteil von dem was ich meine.

00:59:33: Er meinte bewaffnete Aufstände die ich für Grund falsch halte.

00:59:37: Was ich meine ist eine konstruktive zugewandte Form des Widerstands gar nicht Vollzeit und absolut zu kämpfen gegen Amerika, sondern sich den Unterschied anzugucken.

00:59:48: Wofür steht zum Beispiel Heilbronn?

00:59:50: Woför steht das Schwabenland?

00:59:52: Woffür stehen auch Deutschland und Europa als wirtschaftliche Kräfte... die eine Freiheit haben, eine Liberalität, eine Demokratie haben.

01:00:00: Eine bestimmte zivilisatorische Ebene erreicht haben von der ich zumindest nicht ablassen will nur weil KI die wirkmächtigste technologische Veränderung des XXI Jahrhunderts sein wird.

01:00:12: Das Modell Heilbronn also das Modell Baden-Württemberg also sowohl was die historische Parallele angeht dass Tüfteln wie auch den gegenwärtigen Mut und das Gegenwertige Machen angeht.

01:00:25: weiterverbreiten.

01:00:26: Das kann man als Modell für Deutschland benutzen, das kann man auch für Europa benutzen und natürlich gibt es noch viele andere Modelle.

01:00:32: Aber ich glaube, dass auf der Tech in Heilbronn deutlich geworden ist?

01:00:35: Dass die vielen deutschen Mittelständler, die vize-Weltmarktführer im Sauerland, die Unternehmen in vierter Generationen, jüngeren Unternehmen, die vielleicht nur sechzig oder siebzig Jahre alt sind und trotzdem einen soliden Anteil an der wirtschaftlichen Substanz von Deutschland haben!

01:00:51: die Transformation der nächsten Jahre von erfolgreichen Unternehmen zu erfolgreichen KI-Unternehmen schaffen.

01:00:58: Denn das, glaube ich ist die Kernbotschaft von dem was wir dort draußen gerade sehen – alle Unternehmen werden KI-Undernehmen sein sowie heute fast alle Unternehmen schon Softwareunternehmen sind also Unternehmen die mithilfe von Software überhaupt ihre Erfolge erzielen können.

01:01:13: Vielen Dank fürs Zuhören, vielen dank auch an meine Gesprächspartnerinnen.

01:01:17: Und wenn euch diese Folge gefallen hat empfehlt sie gern weiter in sozialen Medien oder diskutiert mit uns zum Beispiel auf LinkedIn, z.B.

01:01:23: auf Instagram, auf TikTok oder auf YouTube.

01:01:27: Überall dort sind wir zu finden – mit dem Account Tech, KI und Schmetterlinge!

01:01:31: Und freuen uns ich zum Beispiel off LinkedIn auch mit euch in die Diskussion zu gehen.

01:01:36: Denn wie gesagt ganz am Ende ist eine der wichtigsten Stärken Europas eine Vielstimmigkeit und eine Debatte die am Ende in etwas Fruchtvolles münden kann.

01:01:45: Noch mal vielen Dank und bis zum nächsten Mal!

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