Tech, KI und Metamorphose: Eine Schmetterlingsfolge (mit Samira Waldmann)

Shownotes

Vielen Dank an Biosphäre Potsdam

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00:00:02:

00:00:07: Guten Tag und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Tech, KI und Schmetterlinge, dem Podcast von mir, Sascha Lobo, in Zusammenarbeit mit Schwarz Digits, dem Digitalarm der Schwarzgruppe.

00:00:21: Und ich sag das zwar ziemlich oft, dass das ein besonderer Podcast wird, weil es auch ziemlich oft stimmt, ähnlicherweise, aber ... Wenn man das irgendwie superlativ ausdrücken kann, dann glaube ich, ist das hier heute der besonderste Podcast, zumindest in diesem Jahr.

00:00:38: In der Weihnachtsfolge, in der Jahresendfolge, in der Geschenkfolge für unser Publikum wollen wir nämlich einen ganz besonderen Bereich weiter rausstellen.

00:00:49: Es ist die Schmetterlingsfolge.

00:00:51: TechKi und Schmetterlinge heißt ja nicht grundlos so und heute wollen wir ausschließlich über Schmetterlinge sprechen bzw.

00:00:59: alles rund um Schmetterlinge und vielleicht auch ein bisschen näher reingehen in diesen Bereich, was eigentlich Schmetterlinge für uns bedeuten.

00:01:06: Ich bin dafür am zweifellos besten Ort wahrscheinlich der Welt in definitiv aber Deutschlands, weil wir diese Folge aufnehmen im Schmetterlingshaus in der Biosphäre Potsdam.

00:01:21: Und direkt mir gegenüber sitzt Samira die hier arbeitet und uns sehr tief und gleichzeitig unterhaltsam reinführen wird in die Welt der Schmetterlinge.

00:01:32: Das Thema heute ist nämlich Schmetterlinge.

00:01:35: Hallo, Samira.

00:01:35: Hallo,

00:01:36: Sascha.

00:01:37: Magst du mal kurz erzählen, was du hier tust im Schmetterlingshaus in der Biosphäre Potsdam?

00:01:42: Ich bin dafür zuständig, dass die Schmetterlinge versorgt werden.

00:01:46: Das heißt, ich kümmere mich, um dass die Essen haben, dass auch die Raupen versorgt sind, die wir haben.

00:01:53: und aber auch um unsere Besucher mit Informationen zu versorgen.

00:01:59: Für alle möglichen Fragen.

00:02:00: Schmetterlingen zu sitzen.

00:02:08: Das ist ja relativ warm, wo wir gerade aufnehmen.

00:02:10: Es gibt ein bisschen Hintergrundgeräusche, weil wir das Schmetterlingshaus zwar für uns alleine haben, aber die große Biosphäre, eine Art Dschungelbiotop, bis wir indoor in einem riesigen Haus aufgebaut wurden, da sind auch noch andere Leute.

00:02:25: Man spürt die Lebendigkeit, hier flattern Schmetterlinge um uns rum.

00:02:30: Ist das dein Traumjob?

00:02:34: Traumentop ist ein großes Wort, aber es ist natürlich super schön, einfach jeden Tag oder fast jeden Tag zwischen Schmetterling zu stehen.

00:02:42: Es ist egal bei welchem Wetter wunderbares Klima hier drin, immer über zwanzig Grad.

00:02:49: Das ist also schon sehr, sehr schön.

00:02:52: Besser wird es kaum.

00:02:54: Und gleichzeitig sind Schmetterlinge ja immer eine Augenweide.

00:02:57: Die große Frage ist jetzt nicht nur, was die Schmetterlinge sind, die man hier besichtigen kann, sondern natürlich auch, das Publikum ist ja, davon gehe ich aus, Schmetterlings interessiert.

00:03:07: Wir haben vor ein paar Monaten mal nachgeforscht und haben tatsächlich inzwischen den Eindruck, der ist nicht hundertprozentig verifiziert, dass TechKI und Schmetterlinge der größte Schmetterlings-Podcast der Welt ist.

00:03:19: Ich weiß nicht, ich lasse das hier mal so stehen, bis jemand widerspricht, aber... So reingehen möchte ich mit einer Parallele, die natürlich auch der Grund ist, warum der Podcast, wo man schon zugeben muss, dass die Schwerpunkte im eher tech- und künstlichen Intelligenz sind, warum der Podcast TechKi und Schmetterlinge heißt.

00:03:38: Weil die große Parallele zwischen dem Leben von Schmetterlingen und der Wirkung von Technologie zum Beispiel auf die Gesellschaft, auf Geschäftsmodelle Er ist der Wandel.

00:03:51: Die Transformation beim Schmetterling Metamorphose genannt.

00:03:56: Und je näher man da rankuckt, desto erstaunlicher sind die Parallelen, die sich da ergeben.

00:04:01: Aber so als Grundprinzip kann man erst mal sagen, sowohl bei der Technologie, wie auch bei Schmetterlingen, ist der Wandel das Bestimmende.

00:04:10: Ja, gehe ich mit.

00:04:12: Kannst du uns vielleicht was über die Metamorphose beim Schmetterling erzählen?

00:04:16: Also grundsätzlich funktioniert es bei allen Arten gleich, ganz egal wo die herkommen.

00:04:21: Man hat die Raupe, die sich voll gegessen hat mit ihrer jeweiligen Wirtspflanze und wenn die Merkzi ist bereit für... Die Verwandlung zum Schmetterlingen fängt sie entweder an sich einen Kokon zu spinnen, aus Seiden, mit Seidendrüsen, die sie unter ihrem Kiefer

00:04:37: hat.

00:04:37: Und wenn dieser Kokon fertiggesponnen ist, dann wird sie sich da drin verpuppen.

00:04:43: Das heißt, sie heutet sich ein letztes Mal und unter dieser Haut wird die Raupen fest.

00:04:48: Die meisten Arten machen diesen Kokon nicht, die machen nur den Puppenteil.

00:04:52: Lernen wir alle falsch bei der Raupen immer satt.

00:04:56: Und in dieser Puppe ... zersetzt die Raupe sich erst mal fast komplett, sei es sie wird zerlegt von Verdauungsenzymen in ihre Zellteile, ein paar kleine Teile bleiben bestehen, nennt man Imaginalscheiben und von dort aus bildet sich dann der Schmetterling, baut sich komplett neu auf.

00:05:17: und wenn dieser Prozess beendet ist, platzt die Puppe auf und der komplett neue Falter kann schlüpfen.

00:05:25: Das finde ich in der total faszinierende Parallele.

00:05:27: Du hast gerade von Verdauungsenzymen gesprochen, die Raupen verdaut sich selbst.

00:05:33: Das ist quasi um einen Begriff, der ganz oft im Digitalbereich verwendet wird, eine Selbstkannibalisierung.

00:05:41: Und was dahinter steht, ist, dass das was bei der Raupen mit der Morphose heißt, bei uns, ja, Transformationen oder im Detail dann Disruption heißt.

00:05:49: Und da gibt es, was das Stichwort Disruption angeht, verschiedene Verfahrensweisen.

00:05:53: Und zwar rund um die Innovation, also die Erneuerung.

00:05:56: Das ist vielleicht auch der Überbegriff, der zwischen Tech und Schmetterlingen ganz gut als Parallele funktioniert.

00:06:01: Und es gibt aber verschiedene Innovationen.

00:06:03: Wie macht man Sachen neu?

00:06:05: Die einen... nehmen die sogenannte inkrementelle Innovation.

00:06:09: Das gibt es auch im Tierreich.

00:06:11: Das bedeutet, man hat ein neues Stadium, aber man entwickelt die einzelnen Bestandteile langsam weiter, verbessert hier oder da etwas.

00:06:18: Das passiert zum Beispiel, wenn so ein kleiner Embryo zu einem Mensch wird.

00:06:23: Ja, da ist am Anfang so eine Art Arm mit so ein paar kleinen Fingerstümmelchen und irgendwann werden die immer besser und größer und funktionieren am Ende sogar wie so eine richtige Hand.

00:06:32: Und dann gibt es etwas, das nennt sich Disruptation.

00:06:37: Das ist ganz nah an Selbstkannibalisierung.

00:06:39: Das heißt nämlich, dass man alles vorher kaputt macht und es neu gestaltet oder fast alles.

00:06:47: Das ist, wenn man das wirtschaftlich fassen möchte, die schumpetersche kreative Zerstörung.

00:06:51: Und das, was in der Natur am nähesten an die schumpetersche kreative Zerstörung, an die disruptive Innovation, die alles verändert rankommt, ist genau das vom Schmetterling, wo die Raupel einfach sich in Saft verwandelt.

00:07:05: Und am Ende wird aus der Raube halt nicht, dass die Füßchen von der Raube die Füßchen vom Schmetterling werden, sondern alles kommt oder fast alles kommt an einen neuen Platz.

00:07:13: Vor gar nicht so langer Zeit hat man das festgestellt, dass tatsächlich der Weg von der Raube zum Schmetterling noch mal eine komplette Neuordnung bedeutet.

00:07:22: Das ist auch deswegen, finde ich, interessant, weil man gleichzeitig festgestellt hat, dass Schmetterlinge, obwohl sie sich fast komplett auflösen, Ein Teil des Gedächtnisses rüber retten können.

00:07:36: Von der Raupel zum Schmetterling bleibt praktisch kein Molekül am gleichen Ort.

00:07:40: Und trotzdem ist noch Gedächtnis da.

00:07:43: Wozu brauchen denn Schmetterlinge ein Gedächtnis?

00:07:46: Das hilft natürlich immer, um Gefahren einschätzen zu können.

00:07:50: Tatsächlich können die sich auch nur an Sachen erinnern, die im letzten Raupenstadium passiert sind.

00:07:55: In den früheren Stadien, da bleibt bisher nachweislich nichts übrig.

00:08:00: Aber vorher zu wissen, An dieser Pflanzenart, oder hier an diesem Standort war ich vorher, da waren viele gefahren.

00:08:09: Vielleicht, wenn ich dann meine Eier lege, gehe ich in ein anderes Gebiet.

00:08:13: Da hat die Evolution sich richtig was Kluges ausgedacht.

00:08:16: Nichts bleibt am gleichen Platz, aber irgendwie schafft die Raupel des Teile der Erinnerung rüber zu retten ins nächste Stadium.

00:08:24: Finden wir hier so im Schmetterlingshaus, um uns umgucken.

00:08:27: Dann gibt es da nicht nur natürlich, großartigerweise.

00:08:32: Den Schmetterling, der auch das Cover von TechKi und Schmetterlinge zieht, nämlich den Blue Morpho Falter, der, wenn man ihn live sieht, unfassbar groß ist, sondern es gibt auch ganz viele andere Schmetterlinge, die man sonst halt natürlich in Deutschland und Europa gar nicht sehen kann.

00:08:47: Was ist denn hier dein Lieblingsschmetterling?

00:08:50: Mein absoluter Lieblingsschmetterling ist der indische Mondspinner, ein Nachtfalter, sieht man am Tag.

00:08:57: Also nicht fliegen, der versteckt sich irgendwo bei uns an den Scheiben in der Natur, an den Baumstemmen.

00:09:03: Also für mich sind die Nachtfalter, sind sehr unterbewertet, werden von den meisten Leuten immer nur als E-Motte bezeichnet und dann ist das für die Leute vorbei.

00:09:14: Ich finde sie wahnsinnig spannend.

00:09:16: Man muss ehrlicherweise sagen, viele Nachtfalter in Deutschland sind jetzt auch, wenn man rein die Ästhetik aus Leinenperspektive beurteilen würde, jetzt... Nicht die Spitze der Schönheit mit einigen Ausnahmen, möchte ich gar nicht anders sagen.

00:09:31: Aber wenn man so international schaut, dann sind die Nachtfalter schon die schönsten und die tollsten, oder?

00:09:38: Ist immer Ansichtssache, aber meiner Meinung nach auf jeden Fall.

00:09:41: Also, genau, die Nachtfalter sind wahnsinnig vielfältig.

00:09:45: Siebzig Prozent aller Schmetterlingsarten sind Nachtfalter.

00:09:49: Sie haben, sind natürlich auch nochmal auf ganz andere Tarn, Techniken.

00:09:54: Überlebenstechniken angewiesen als die Tagweiter.

00:09:57: Ja.

00:09:59: Was mich persönlich an Schmetterlingen so fasziniert, ist, dass sie so eindeutig auf Ästhetik gehen, auf Schönheit gehen.

00:10:09: Es gibt, glaube ich, wenige Tiere, wo man sagen muss, das stimmen praktisch alle Menschen überein, jetzt mit dieser Ausnahme abgesehen, dass ein paar von den Faltern, die sich vielleicht intensiver tarnen oder die so ein bisschen motig wahrgenommen werden.

00:10:22: Die Schönheit von Schmetterlingen ist ja quasi sprichwörtlich.

00:10:26: Weißt du, wie das kommt?

00:10:28: Wie erklärt sich das Schmetterlinge?

00:10:30: Evolutionär offenbar so sehr auf Schönheit gesetzt haben?

00:10:33: Ich glaube aus Schmetterlings Sicht geht es ja nicht unbedingt um Schönheit, aber einfach um die Farbenpracht, um sich zu erkennen für die Paarung.

00:10:44: um zu zeigen, dass sie giftig sind.

00:10:45: Also was für uns vielleicht ist, wow, was eine schöne Farbkombination signalisiert anderen Tieren.

00:10:50: Hey, ich bin richtig giftig, lass mich in Ruhe.

00:10:53: Also da gibt es verschiedene Gründe.

00:10:55: Ja.

00:10:56: Dazu kommen auch noch Augen.

00:10:58: Die sprichwörtlichen Augen auf den Schmetterlingsfeitern, die haben dann eher die Funktion, dass die so eine Art Mimikrie machen, die Schmetterlinge.

00:11:04: Die tun so, als seien sie ein besonders aggressives oder schwieriges oder vielleicht sogar giftiges Tier.

00:11:11: Und mit nach dem ersten hingucken ist dann so ein Vogel, vielleicht so ein klassischer Fressfeind vielleicht von seinem Schmetterling, der denkt, oh, das sind aber gefährlich aussehende Augen, denen esse ich lieber nicht.

00:11:21: Genau, das bekannteste heimische Beispiel ist wahrscheinlich der Tagfauen-Auge, das Tagfauen-Auge mit seinen schönen großen Augen.

00:11:29: Bei uns im Schmetterlingshaus kann man dann zum Beispiel den Bananenfalter sehen, der hat ganz große Augen auf den Seiten seiner Fügel, damit imitiert er Eulen.

00:11:37: Und wenn er sich bedroht fühlt, schlägt er... Ein paar Mal ganz schnell mit den Flügeln, dass es aussieht, als würden sie einfach blinzeln.

00:11:45: Verschrecktes Tier und gibt ihm Zeit, wegzufliegen.

00:11:47: Ja, ich kann übrigens an dieser Stelle mal eine Warnung aussprechen.

00:11:51: Ich würde mich mit eulen und das Recht mit blinzelnden Eulen auf keinen Fall anlegen.

00:11:56: Ich habe das einmal wirklich erlebt, als ich im Wald war, zu einer Zeit, als Käuzchen Nachwuchs bekommen haben.

00:12:05: Und Käuzchen sehen immer so niedlich und harmlos aus.

00:12:10: können aber schon, wenn sie ihre Küken schützen wollen, die manchmal einfach aus dem Nest fallen, das ist so ein klassisches Eulenverhalten, dann können die Elternäulen sich dazu verleiten lassen, Menschen zu antarkieren.

00:12:22: Das ist schon passiert.

00:12:24: Das kann bei größeren Eulenarten tatsächlich auch sehr böse enden.

00:12:27: Es gibt einen zumindest angeblich dokumentierten Fall, wo eine Person ein Auge verloren hat, weil sie attackiert worden ist von Schriek hinten durch ein Eulen-Elternteil bei einem auf dem Boden liegenden Kreuzchen.

00:12:39: Beziehungsweise auf dem Boden liegenden Eulen.

00:12:41: Ich glaube, in Großbritannien war das.

00:12:42: Also insofern, der Schmetterling imitiert hier ein wirklich gefährliches Tier.

00:12:46: Nicht, dass man jetzt denkt, oh, süß, eine Eule.

00:12:48: Das ist tatsächlich gar nicht so leicht.

00:12:51: Wir haben... Schmetterlingsreich eine ganze Reihe von sehr merkwürdigen oder auch, sag ich mal, hervorhebenswerten Eigenschaften.

00:13:02: Eine davon ist, dass es Glasflügler gibt.

00:13:06: Es gehört zu den ganz, ganz, ganz, ganz wenigen Tieren.

00:13:09: Ein paar Fische gibt es ansonsten noch, die durchsichtig sind.

00:13:13: Genau, die Glasflügler, es gibt manche, die sind... durchsichtiger als andere.

00:13:19: Einer der durchsichtigsten ist Greta Otto, der Waldgeist.

00:13:23: Da sind die Schuppen tatsächlich so angeordnet, dass das Licht für uns komplett durchlässig ist, nicht durchlässig, dass sie für uns transparent wirken.

00:13:33: Sind natürlich trotzdem wie alle anderen Schmetterlingsflügel komplett mit Schuppen bedeckt.

00:13:39: Genau, ist eine wunderbare Tarnung.

00:13:41: hinter dir fliegt gerade einer.

00:13:46: Wenn die Fliegen sind, die kaum zu sehen, das bisschen weiß und braun, was man in Flügespitzen sieht, können auch einfach Lichtreflektionen sein.

00:13:53: Und sobald die an einem Blatt, an einem Ast sitzen, kommen, kaum zu sehen.

00:13:59: Das ist deswegen spannend, weil diese Durchsichtigkeit ein Feature ist, was sich auf ein bisschen anders gelagerte Art, aber ähnlich dann doch auch in den Farben von vielen Schmetterlingen abbildet.

00:14:10: Zum Beispiel der Blue Morpho, der ja auch auf dem Cover ist von TECHKI und Schmetterlinge.

00:14:15: Und dieser Blumorpho, der erscheint uns Menschen blau.

00:14:20: Und zwar in einem tiefen, wunderschönen Blau, dass es A im Tierreich gar nicht so häufig gibt.

00:14:26: Also Blau ist keine besonders häufige Farbe.

00:14:29: A, was aber B auf eine überraschende Art irgendwie mit Virtualität zu tun hat.

00:14:35: Denn die Art und Weise, wie Schmetterlinge, jedenfalls der Blumorpho, blau sind, Das hat nichts mit einer blauen Pigmentierung zu tun.

00:14:44: Das ist also überhaupt nicht so, dass wenn man so ein Flügel irgendwie zerreiben würde, dann kommt eine blaue Farbe raus, sondern der Schmetterling trickst dabei durch eine bestimmte Lichtbrechung in den Schuppen.

00:14:57: Das ist also nicht blau, sondern der stellt Licht auf virtuelle Weise bzw.

00:15:03: der stellt eine Farbe auf eine virtuelle Weise dar.

00:15:06: Genau, die Schuppen auf den Flügeln sind ja winzig klein und die haben eine gewisse Struktur, dass eben, wie du gesagt hast, das Licht gebrochen wird, nur das blaue Licht wird für uns wiedergegeben.

00:15:16: Dadurch gibt es viele verschiedene Morphoarten und bei einigen ist es wirklich, je nachdem wie das Licht drauffällt, schimmern die Air Violette mal dunkelblauer, hellblauer, wahnsinnig tolle Farben.

00:15:30: Es gibt einige Schmetterlinge, die kombinieren das.

00:15:33: Also Pigmentfarben und Strukturfarben, wie zum Beispiel der Neonschweibenschwanz.

00:15:37: Das ist total toll.

00:15:38: Der hat eine Mischung aus gelben und blauen Pigmenten und dann eben noch schuppen mit gewissen Strukturen.

00:15:46: Und je nachdem, aus welchem Winkel man den sieht, ist der grün oder blau oder türkis.

00:15:51: Und das ist total toll sein zu schauen.

00:15:54: Ja, diese verschiedenen Winkel.

00:15:56: die man dann einnehmen kann, auch die Veränderung der Farben erinnert mich so ein bisschen daran, dass bei Schmetterlingen, das muss man vielleicht dazu sagen, auch ein großes Problem herrscht, dass sie jetzt auf den ersten Blick in der digitalen Welt eher nicht haben.

00:16:09: Das ist auch der Grund, warum wir hier sind, nebenbei gesagt, weil Schmetterlinge in ganz vielen Bereichen gefährdet sind.

00:16:20: Und wir sind natürlich deswegen auch hier, um das Schmetterlingshaus zu supporten.

00:16:26: Und um gleichzeitig aufzurufen, dass man das Schmetterlingshaus und auch die Biosphäre drumherum in Potsdam unterstützen kann.

00:16:33: Kannst du mal sagen, wie das euch am besten helfen würde, wenn man sagt, ja, Schmetterlinge sind so großartig, wir wollen sie auch supporten.

00:16:40: Wie würde das denn funktionieren, wenn man euch hier supporten möchte?

00:16:44: Also man hat immer die Möglichkeit, an die Biosphäre direkt zu spenden.

00:16:47: Wir bieten auch Tierparten-Taffen an, speziell auch für die Schmetterlinge.

00:16:52: Das kann man genau auf unserer Webseite einfach finden.

00:16:55: oder wer aus Potsdam oder Umgebung kommt, kann natürlich immer gerne vorbeikommen.

00:17:01: Das kann ich an dieser Stelle auch noch mal einwerfen für alle Leute, die zuhören und die auch nur einigermaßen in Reichweite sind.

00:17:05: Es recht die Menschen mit Kindern, aber auch ohne Kinder.

00:17:09: Es lohnt sich total in die Biosphäre zu kommen und es lohnt sich genauso oder vielleicht sogar noch mehr ins Schmetterlingshaus zu gehen.

00:17:17: weil nicht nur die vielen verschiedenen Arten, die hier vorkommen, sehr, sehr sehenswürdig sind, sondern man auch einen Eindruck bekommt, wie großartig Schmetterlinge so sein können und wie vielfältig Schmetterlinge so sein können.

00:17:29: Gleichzeitig ist ein Teil eures Auftrags auch das Bewusstsein zu schärfend dafür, wie wichtig Schmetterlinge sind.

00:17:35: Schmetterlinge, die sind in ganz vielen verschiedenen Bereichen jetzt nicht nur Teil eines Ökosystems, sondern sie sind vor allem deswegen gefährdet.

00:17:43: weil sie in vielen Fällen so eine Art Anzeigerdarstellen für Biodiversität.

00:17:49: Das ist gar keine schöne Eigenschaft.

00:17:51: Das ist nämlich eigentlich der Hintergrund, dass Schmetterlinge leichter in Bedrohung geraten als andere Tierarten.

00:17:57: Hier sind ein viel fragilerer Teil des Ökosystems und deswegen ist ein Teil eurer Aufgabe hier, die man unterstützen kann, Schmetterlingsbewusstsein zu schaffen.

00:18:05: Genau, wir bieten auch Führungen an für Schulklassen mit Schwerpunkt auf Schmetterlinge.

00:18:10: Wird dann einfach auch mehr Zeit im Schmetterlingshaus verbracht.

00:18:14: mehr auf eben solche Punkte eingegangen, den Kindern ein bisschen mehr die Schmetterlinge und wieso sie so schützenswert sind, ans Herz gelegt.

00:18:22: Hast du eine Empfehlung, falls Menschen zum Beispiel einen Balkon haben oder einen Garten haben, was können die machen, um die heimische Schmetterlingsfauna zu unterstützen?

00:18:30: Also mein Go-to, wenn man nur eine einzige Sache pflanzen kann, Brennnessen.

00:18:35: Brennnessen sind so wichtig, total ... von vielen Leuten immer rausgerissen als Unkraut.

00:18:41: Die Blühen auch bieten wichtigen Nektar für nicht nur für Schmetterlinge für anderen Sekten und noch viel wichtiger, wahnsinnig viele Raupenarten fressen Brennnesselblätter.

00:18:52: Unbedingt Brennnesselnpflanzen, wilde Möhre, auch total toll und einem Zweifelsfall Wildblumischung im Garten sähen und unbedingt, wenn man im Garten die Möglichkeit hat, einfach eine Ecke verwildern lassen.

00:19:05: Dafür bin ich immer weil natürlich die Schmetterlinge und auch andere Tiere überwintern müssen.

00:19:12: Und das tun einige im Schmetterlings-Stadium, also im Falter-Stadium, dann zum Beispiel, wenn sie nicht gerade in unsere Keller- oder Hausflury gehen, auch unter Laub und viele überwintern auch eben als Puppe, Ei oder Raub und das auch immer in geschützten Orten.

00:19:29: Ja, um euch mal einen Eindruck zu geben da draußen, wenn man Brennnesseln pflanzt.

00:19:33: die übrigens jetzt nicht bedroht sind, aber halt viel weniger häufig vorkommen als früher, gerade weil sie jetzt Unkraut betrachtet werden und weil wir immer weniger Flächen haben in Deutschland, die unkontrolliert bepflanzt werden von der Natur selbst.

00:19:46: Aber um euch mal einen Eindruck zu geben, die wichtigsten Brennnesselraupen, also wo die zentrale Futterpflanze Brennnesseln sind, das sind in Deutschland Taktfauen-Auge, kleiner Fuchs, Admiral, der C-Falter, das Landkärtchen, der Diesel-Falter, der Nesselzünsler.

00:20:02: und und sofort will sagen, okay, wenn man Kinder hat, kann ich eher nicht empfehlen, Brennnesseln im Garten zu pflanzen.

00:20:10: oder vielleicht gerade dann, weil man ihn daran beibringen kann, dass die Natur nicht immer nur, sagen wir mal, nutzbar ist für den Menschen jedenfalls.

00:20:17: Aber wenn man das nicht hat, dann sind Brennnesseln da sehr groß.

00:20:20: Der häufig in Baumärkten angebotene Schmetterlingsflieder nützt der auch irgendwas?

00:20:26: Nein, also ja, als Nektarpflanze ja.

00:20:29: Was viele nicht wissen, ist, dass das keine heimische Art ist.

00:20:32: Der ist auch wirklich nur im entfernsten Verwandt mit unserem bekannten Flieder.

00:20:36: Ist eine stark invasive Art.

00:20:39: Das heißt, wer überlegt sich so was zu holen, bittet uns nicht, liegt auch einfach daran, dass der eben Denakter gibt für die Schmetterlinge, ansonsten aber kaum ein Nährwert hat für irgendein anderes Tier.

00:20:53: Es gibt keine Raupel, die an die Blätter geht.

00:20:55: Dazu kommt, dass er sich unfassbar schnell verbreitet und damit andere Pflanzen aus ihrem natürlichen Ökosystem vertreibt.

00:21:03: Das heißt am besten raus und einfach zum Gartenverkauf des Vertrauens gehend einfach mal nach regionalen Pflanzen fragen.

00:21:13: Die wissen da auf jeden Fall gut Bescheid.

00:21:14: Und wer den nicht loswerden möchte, man kann den immer einfach direkt nach der Blüte abschneiden.

00:21:23: Und dann kann er sich auch nicht weiter vermehren.

00:21:28: Stellt euch das perfekte Szenario vor.

00:21:30: Die IT-Sicherheit steht.

00:21:32: Firewalls, Virenscanner.

00:21:34: Alles ist auf dem neuesten Stand.

00:21:36: Die Festung ist vermeintlich sicher.

00:21:38: Doch was nützen die dicksten Mauern, wenn der Angreifer den Schlüssel hat?

00:21:42: Genau das ist die Gefahr beim sogenannten Account-Takeover.

00:21:46: Wir alle hinterlassen im Netz digitale Spuren.

00:21:49: Landen private Passwörter und E-Mail-Adressen durch ein Datenleg im Darknet, kann aus einem privaten Fußabdruck blitzschnell ein massives, geschäftliches Risiko werden.

00:21:59: Wer ähnliche oder gar gleiche Passwörter auch geschäftlich verwendet, macht es Angreifern extrem leicht.

00:22:06: Einfach einloggen, ganz einfach mit euren Daten.

00:22:09: Hier schafft Omniac Transparenz.

00:22:11: Die Identitätsschutzlösung von Schwarz-Digits leuchtet in die dunklen Ecken.

00:22:16: Sie scant kontinuierlich das Internet, das Deep Web und das Darknet nach verifizierten Lex.

00:22:22: Werden gestohlene Identitäten gefunden, schlägt das System sofort Alarm.

00:22:26: Mehr noch, es liefert direkt Vorschläge, was jetzt zu tun ist.

00:22:31: Für Unternehmen bietet Omniac drei Lösungen, um Risiken zu minimieren.

00:22:35: Erstens Überwachung über die Omniac Business API.

00:22:39: Die Omniac Business API ist direkt in bestehende Systeme integriert und überwacht sensible Firmendaten wie Firmen-Email-Adressen automatisch und kontinuierlich.

00:22:49: So kann auf identifizierte Datenlecks sofort und gezielt reagiert werden.

00:22:54: Zweitens.

00:22:55: Omniak als Mitarbeitervorteil.

00:22:58: Die private Nutzung von Omniak durch Mitarbeiter stärkt und fördert das Sicherheitsbewusstsein.

00:23:04: Der Schutz privater Konten minimiert das Gefährdungsrisiko durch externe Einfallstore ins Unternehmensnetzwerk.

00:23:11: Drittens.

00:23:12: Partnerprogramm.

00:23:13: Omniac kann direkt privat oder Geschäftskunden angeboten und vermittelt werden, um das eigene Service-Portfolio zu erweitern.

00:23:21: Das Fundament ist auch hier, wie immer bei Schwarz-Digits, digitale Souveränität.

00:23:26: Omniac wurde interdisziplinär von den Unternehmen der Schwarzgruppe entwickelt und läuft auf der Souveränen-Stacket-Cloud.

00:23:34: Einhundert Prozent DSGVO-konform.

00:23:37: Handelt, bevor der Schlüssel in den falschen Händen landet.

00:23:40: Alle Möglichkeiten findet ihr auf omniak.de.

00:23:45: Wir haben um vielleicht doch mal in die Darken-Bereiche der Schmetterlingswelt reinzugehen.

00:23:50: Tatsächlich Schmetterlinge, die stechen können.

00:23:53: Es gibt sogenannte Vampirfalter.

00:23:56: Kalyptra heißt die Gattung.

00:23:58: Da gibt es eine ganze Reihe von Schmetterlingen.

00:23:59: Die meisten kommen in Europa nicht oder eher nicht vor.

00:24:02: So ein Osteuropa vielleicht irgendwo in der russischen steppe.

00:24:06: Aber es gibt Vampirfalter, die stechen können.

00:24:09: und die Blut trinken können.

00:24:13: Wie kommt das denn?

00:24:14: Klingt auch erstmal super gruselig, aber dann denkt man an die Mücke und die machen das genauso.

00:24:18: Und das kennen wir.

00:24:20: Ist einfach eine andere Form der Nährstoffaufnahme.

00:24:24: Es gibt ganz viele verschiedene Arten der Nahrungsaufnahme.

00:24:27: Gibt viele Schmetterlinge, die an Code oder AS gehen.

00:24:31: Gibt aber auch welche, die darauf spezialisiert sind, Vogelträden zu trinken, zum Beispiel Helikonusarten.

00:24:37: Das sind die... Bei uns auch Bekannten als Passionsblumenfeiter haben wir Namen daher, dass die Raupen die Blätter der Passionsblume essen.

00:24:45: Und die haben ihren Rüssel darauf spezialisiert, unter die Augenlieder zu gehen und dort die Tränen rauszutrinken.

00:24:54: Tränentrinker, Schmetterlinge als Tränentrinker.

00:24:58: Ich glaube, poetischer wird es einfach überhaupt nicht mehr.

00:25:02: Vor allem, dass es nicht nur bei Vögeln, manchmal sogar Schildkröten habe ich recherchiert ist, sondern dass einige darunter so eine ganz stechend leuchtende orange Farbe haben.

00:25:13: Und dann sitzt also ein leuchtend oranger Falter auf dem Kopf eines Vogels und trinkt dessen Tränen.

00:25:22: Also in diesem Podcast wird es definitiv nicht mehr poetischer.

00:25:24: Das kann ich schon mal sagen.

00:25:27: Gibt es sonst so andere Eigenschaften von Schmetterlingen rund um die Welt, die dir besonders im Gedächtnis geblieben sind oder die vielleicht sogar hier im Schmetterlingshaus vorhanden sind, wo du sagst, wow, das ist extrem unerwartet, super überraschend?

00:25:40: Ja, einmal nochmal kurz zu dem Helikonius.

00:25:43: Der kann das natürlich auch nur machen, weil der ist giftig für die Vögel.

00:25:46: Das macht sein Trinkverhalten ein bisschen weniger gefährlich.

00:25:51: Ah, ich verstehe.

00:25:52: Andere spezielle Fähigkeiten.

00:25:55: Ein sehr bekannter ist der Totenkopfschwärmer.

00:25:58: Kennen vielleicht alle, die das Schweigen der Lämmer gesehen haben.

00:26:02: Der ist einmal der einzige Schmetterling, der Geräusche machen kann.

00:26:06: Der erzeugt ein ganz hohes Zirpen.

00:26:11: Funktioniert ähnlich wie unser Pfeifen.

00:26:13: Der saugt Luft durch sein Rüssel.

00:26:16: Schnell ein und erzeugt dadurch dieses Zirpgeräusch.

00:26:19: Und der hat sich auf Honig als seinen Futter spezialisiert, ist in der Natur nicht so leicht heranzukommen.

00:26:27: Das heißt, der geht in Bienenstöcke, strömt ein Duft aus, dass die Bienen ihn für eine weitere Biene halten, geht da rein und schlägt sich ein bisschen das Bäuchen voll und geht dann aber auch wieder.

00:26:38: Der macht sonst keinen Schaden.

00:26:41: Einige kommen und beschadet wieder raus.

00:26:43: Natürlich nicht immer alle.

00:26:45: Viel spannender fast sind eigentlich die Raupen, was die für verschiedene Überlebenstechniken haben.

00:26:53: Es gibt auf Grönland zum Beispiel eine wunderbare Raupe oder einen wunderbaren Falter, Gynephora Grönlandia.

00:27:02: Die Raupe braucht um die sieben Jahre bis sie überhaupt zur Verpuppung kommt.

00:27:08: Liegt daran, dass ihr bevorzugtes Futter die arktische Weide nur um die zwei bis drei Wochen Blätter trägt im Jahr.

00:27:15: Das heißt, sie verfällt immer in so eine kalte Starre, frisst dann zwei Wochen, fällt hier eine kalte Starre und das dauert dann um die sieben Jahre, bis die soweit ist, dass sie sich verruppen kann.

00:27:27: Das finde ich super spannend vor allem deswegen, weil, wenn man jetzt sagen würde, wo kommen spezielle Schmetterlinge vor, denn wer bei den meisten sollten, wahrscheinlich Grönländ, jetzt nicht auf Platz eins.

00:27:36: Und dass gleichzeitig so ein besonderer Schmetterling ist, das kann ja vielleicht auch ein bisschen Mut machen.

00:27:41: Also... Wir haben ja schon die Situation in Deutschland, dass wir im Bereich Tech und künstliche Intelligenz in manchen Bereichen überraschend weit vorne sind, aber in vielen Bereichen eben auch nicht.

00:27:51: Und das ist insofern was zum Mut machen, als dass viele Leute glauben, ach, Deutschland und digital, das wird nichts mehr.

00:27:58: Ich bin der andere Meinung, ich bin da viel optimistischer, auch gerade im Bereich KI, aber diesen Leuten, die denken, wir werden es nicht mehr hinkriegen, den kann man ja entgegenschleudern.

00:28:05: Leute, es gibt sogar Schmetterlinge, die es in Grönland schaffen.

00:28:10: dann muss ja ein KI-Unternehmen in Deutschland noch tausendmal möglich sein.

00:28:15: Wie gesagt, dessen nur den PessimistInnen entgegengeschläutert, ich glaube, dass wir gar nicht so schlechte Ausgangsvoraussetzungen haben.

00:28:20: Aber selbst wenn wir es nicht hätten, was in manchen Bereichen vielleicht der Fall ist, ist das ein ganz großartiges Schmetterlingsbeispiel für uns alle.

00:28:28: Wenn wir uns so Schmetterlinge insgesamt anschauen und ganz viele Eigenschaften von denen, dann muss man schon sagen, die Evolution hat sich da komplett ausgetropft.

00:28:38: Es geht ein bisschen dazu, dass Schmetterlinge in vielen Bereichen hören, zwar als sehr wichtiges Sinnesorgan haben, beziehungsweise als Sinnesmoment, aber Schmetterlinge haben keine Ohren.

00:28:52: Wie hören die denn?

00:28:53: Die haben Hörorgane, aber in ihrem Körper, also in ihrem Hinterleib, angesetzt und genau neben darüber dann Geräusche war.

00:29:04: Und gleichzeitig habe ich gelesen, dass die halt nicht so hören wie Menschen.

00:29:08: Schon klar, wenn das Ohr im Knie sitzt, dann ist das wahrscheinlich nicht so ein klassisches Trommelfell-Ohr.

00:29:13: Aber dass es höheren deswegen für Schmetterlinge so wichtig ist, weil viele Fressfeinde vom Schmetterling eben Geräusche machen.

00:29:21: Ja, die meisten Vögel machen ja doch Geräusche beim Fliegen.

00:29:25: Werden ja aber nicht nur von Vögel gegessen, sondern unter anderem auch von Maulwürfen allerlei Echsenarten.

00:29:33: gut mehrere Möglichkeiten haben, um früh vorgewahren zu werden.

00:29:36: Was ich besonders spannend fand, dass, wenn ich so etwas sage, wie die Evolution hat sich bei Schmetterlingen ausgetobt und hat richtig viele disruptive Energie reingesteckt und richtig viele Innovationen in den Staat gebracht, dann geht jetzt bis hin dazu, dass Schmetterlingsarten, die nachts fliegen und die die bevorzugten Nahrung sind von Fledermäusen, dass die plötzlich Hörorgane ausgebildet haben, wo sie die Geräusche von Fledermäusen hören können.

00:29:59: Ja,

00:30:00: noch viel spannender finde ich bei denen, dass wir kennen ja alle die flauschigen Nachtfalter, das ist kein Fell, sondern verlängerte Formen der Schuppen, die sie am Körper tragen.

00:30:11: Die sind dafür da, die nehmen den Schall der Fledermäuse auf, die absorbieren das und dadurch werden die sozusagen unsichtbar.

00:30:19: Wow,

00:30:19: das sind Tarn-Kappenbomber in Form von Schmetterlingen.

00:30:24: Wahnsinn, auch da die Natur, spezifisch Schmetterlinge als Vorbild.

00:30:29: Wir kennen ja den Tarnkappenbomber als ein Flugzeug aus den USA und das ist das Vorbild.

00:30:35: Schmetterlinge, hätte ich jetzt so auch nicht gedacht.

00:30:37: Gleichzeitig können Schmetterlinge auch anders sehen.

00:30:39: Genau, die haben Facettenaugen, die haben unglaublich viele kleine Bilder, die zusammengesetzt werden, sehen dadurch nicht sonderlich scharf, zumindest nicht sehr weit.

00:30:51: Sie können aber auch deutlich mehr Farben sehen als wir.

00:30:54: Also genau, wir haben ja drei Farbrezeptoren.

00:30:56: Schmetterlinge können bis zu drei Zehen

00:30:58: haben.

00:30:59: Drei Zehen?

00:31:00: Drei Zehen.

00:31:00: Boah, ich würde gerne mal als Schmetterling Farben sehen mit drei Zehen.

00:31:04: Farbrezeptoren, vor allem weil ja also Kombination und Permutation und alles möglich dazwischen bedeutet.

00:31:09: Wir können schon viele Millionen Farben mit drei Rezeptoren sehen.

00:31:12: Schmetterlinge können dann noch größeres Spektrum.

00:31:15: Es scheint ja auch Schmetterlinge zu geben, die UV-Licht sehen können.

00:31:18: Genau.

00:31:19: ist bei denen auch Farben sind, wie er vorhin schon erwähnt, für die Paarung wahnsinnig wichtig, auch für die Suche nach den richtigen Nektarpflanzen oder für die Eierplage.

00:31:31: Ich möchte auch gerne auf den bei manchen Schmetterlingsarten hervorstechendsten Sinn zu sprechen kommen.

00:31:37: Tatsächlich ist das Tier, was weltweit am besten riechen kann, ein Schmetterling.

00:31:44: Und wir reden hier von einem Riechvermögen, was Teilweise über acht, neun, zehn Kilometer Entfernung immer noch, sage und schreibe, einzelne Moleküle wahrnehmen kann von einem Geruch, der natürlich so ferromoenseitig dann den jeweiligen Geschlechtspartner auffindbar macht.

00:32:04: Warum können Schmetterlinge so unfassbar gut riechen?

00:32:07: Zum Beispiel, also die Arten, die deutlich besser riechen können, sind die Nachtwalter.

00:32:12: Die sind deutlich mehr auf den Geruchssinn angewiesen als jetzt auf ihre Augen.

00:32:16: Und unter den Nachtfaltern haben wir zum Beispiel unsere Seidenspender, die nur ein paar Tage leben.

00:32:21: Das heißt, die Weibchen fliegen erst zur Eierplage.

00:32:25: Und in den paar Tagen muss man natürlich echt zügig einen Paarungspartner finden.

00:32:30: Das heißt, die verströben nach dem Schiffen eigentlich direkt.

00:32:33: Ihre Pheromone und egal, wo das nächste Männchen geschlüpft ist, kann es sie dann über den Geruchssinn finden und dann möglichst schnell sich paren.

00:32:43: Und die Männchen sterben dann eben auch nach ein paar Tagen schon.

00:32:47: Die Weibchen meistens nach maximal zwei Wochen.

00:32:50: Das ist eine sehr interessante Parallele auch zur digitalen Welt.

00:32:54: Und zwar eine, über die ich noch nie etwas gelesen habe.

00:32:57: Weil... Da passiert ja nichts anderes bei diesen Schmetterlingen, als dass sie ihre Sinnesorgane, in diesem Fall halt die Nase, extrem fein justiert haben.

00:33:07: Das heißt, die Sensorik einerseits und die Datenverarbeitung andererseits ist von allerhöchster Präzision und von allerhöchster Wirkmacht.

00:33:16: Und warum ist das wichtig?

00:33:18: Weil Schmetterlinge so schnell sind und so schnell fliegen können, dass sie sich ganz leicht gegenseitig verpassen.

00:33:24: Ganz langsame Tiere, die sind lange an einem Ort und könnten deswegen ganz gut damit zurechtkommen, wenn es irgendwie leichte Auffindbarkeit hat.

00:33:34: Schmetterlinge sind so schnell, die fliegen ganz schnell aneinander vorbei.

00:33:37: Wenn sie dazu noch nicht gut sehen, bedeutet das übersetzt.

00:33:40: Je schneller man ist, desto besser müssen Sensorik und Datenverarbeitung sein.

00:33:46: Und genau das ist eigentlich auch in der digitalen Welt so.

00:33:50: Wenn du wahnsinnig schnell dich bewegst, wenn sich dein Geschäftsmodell schnell weiterentwickelt, dann brauchst du supergute, superpräzise Daten, die du auch sehr, sehr gut verarbeiten können musst.

00:34:00: Das fand ich eine interessante Parallele.

00:34:02: Wollen wir vielleicht zum Abschluss darüber reden, was du dir darüber wünscht, wie Die Zukunft der Schmetterlingswelt aussieht.

00:34:12: Was wir hier in Deutschland, was wir in Europa und was wir weltweit tun können.

00:34:16: Und dann können wir zusammen noch überlegen, was das A mit Tech und KI zu tun hat und B mit den Leuten, die uns gerade zuhören.

00:34:22: Also natürlich wünsche ich mir deutlich mehr Bewusstsein.

00:34:27: Nicht nur für Schmetterlinge, sondern für den Sekten allgemein.

00:34:30: Aber an den Schmetterlingen lässt sich eben wahnsinnig gut sehen.

00:34:35: ob ein Ökosystem gesund ist oder nicht.

00:34:38: Die weniger Schmetterlinge, desto mehr scheint da was nicht so ganz in Ordnung zu sein.

00:34:43: Genau, das heißt deutlich mehr Bewusstsein im Kleinrahmen.

00:34:47: Das heißt, was die Leute mit den Gärten ihren Balkon machen, ob sie ihren Kindern beibringen, die Schmetterlinge einzufangen oder einfach in der Natur zu beobachten und zu schützen.

00:34:59: Und natürlich aber auch im großen Rahmen, dass da in der Landwirtschaft wahnsinnig viel passiert.

00:35:03: Pestizide und Monokulturen sind einfach mit die größte Gefahr für unsere Schmetterlinge.

00:35:10: Und im ganz großen Rahmen natürlich auch der Klimawandel, dass sich die Temperaturen so stark verändern, die Gebiete verändern sich immer mehr, wo sich die Schmetterlinge sich wohlfühlen, welche sich wohlfühlen, die Wanderfalter, wann sie losfliegen, wann sie zurückkommen.

00:35:26: Da verändert sich so viel in deren natürlichen Zyklus, dass ich mir ... da natürlich ein großes Umdenken wünschen würde.

00:35:36: Und das ist vielleicht abschließend auch noch eine Antwort auf die Frage, was kann denn KI den Schmetterling zurückgeben?

00:35:44: Vielleicht als kleiner Anregung nicht nur, dass wir alle Bewusstsein haben, sollten dazu, dass so ein großer Feind wie Monokultur oder Pestizide irgendwann sehr, sehr relevant werden kann, dafür, ob Schmetterling überleben oder nicht, sondern auch, dass man mit KI tatsächlich den Einsatz von Pestiziden drastisch reduzieren können.

00:36:04: Da gibt es eine ganze Reihe von Ansätzen.

00:36:06: Ein besonderer ist von einem Start-up aus den Vereinigten Staaten.

00:36:10: Die haben ein Gerät entwickelt, was über das Feld fährt.

00:36:14: Das sieht aus ein bisschen wie ein Mähdrescher, bloß ohne Mäh.

00:36:18: Und was an Bord von diesem Mähdrescher ist, sind kleine Laser.

00:36:25: Einerseits Kameraugen, acht Stück und andererseits Laser.

00:36:29: Und zwischen diesen beiden ist eine künstliche Intelligenz dazwischen gescheit.

00:36:33: Und diese künstliche Intelligenz, die schaut sich ganz genau an, was passiert denn auf diesem Feld?

00:36:40: Das Gerät fährt über das Feld und schießt mit einem Laser alles ab, was an Fressfeinden vor Ort ist.

00:36:47: Also bestimmte Käfer, die zum Beispiel das Getreide auffressen und die tatsächlich ein großes Problem sein können.

00:36:52: Also genau der Grund, warum man Pestizide ausbringt.

00:36:55: Und tatsächlich kann man so den Pestizideinsatz dramatisch reduzieren, indem man einfach Pestizide virtualisiert und durch Laser und KI ersetzt.

00:37:05: Die Augen fahren übers Feld, sehen, da ist ein Fressfreien, früher hätte ich da was drauf gesprüht, flächendeckend und jetzt reicht ein präziser Laserschuss, um diesen Käfer, der gerade meinen Feld auffressen möchte, in sehr fruchtbare Asche zu verwenden.

00:37:16: Und das ist tatsächlich ein Weg, um weniger Pestizide auszubringen und damit auch Schmetterlinge zu schützen.

00:37:22: Gleichzeitig übrigens erkennt die KI... natürlich auch, wenn da liebevolle Tiere sind, wie z.B.

00:37:28: Bienen, die das Ganze befruchten sollen oder eben Schmetterlinge, die man gar nicht mit diesen Pestiziden töten möchte, aber eben leider mit Tüt.

00:37:34: Vom Laser werden die verschont und so kann man sowohl Bienen als auch Schmetterlinge mit Hilfe von KI davor schützen, unnötig Kollateralschaden dabei zu sein, wenn Landwirtschaft betrieben wird.

00:37:47: Und das finde ich, kann die KI so ein bisschen den Schmetterlingen zurückgeben.

00:37:50: Ja, finde ich sehr gut.

00:37:53: Dann abschließen von mir noch, wir freuen uns immer über alle Besuchenden, egal welche Altersklasse, auch immer gerne mit Schulklassen.

00:38:02: Und wer es nicht zu uns schafft, kann ja dann doch nochmal über eine Tierpartenschaft nachdenken.

00:38:08: Das ist eine Abschlussempfehlung.

00:38:10: Schmetterlingspartnerschaft kann ich total empfehlen.

00:38:12: Werden wir definitiv auch abschließen.

00:38:14: Wir werden euch auch alle relevanten Links in den Show Notes auf unseren Social Media Plattformen noch mitgeben.

00:38:22: Vielen Dank, liebe Samira, dass wir hier sein durften.

00:38:25: Vielen Dank, dass du uns erzählt hast, was die Schmetterlingswelt so besonders macht und dass wir zusammen rausgefunden haben, was die Parallelen sind von Schmetterlingswelt und Tech und KI.

00:38:35: Ich glaube, Wir haben sich auf die Scheinwerfer, auf die Geräte, auf den Laptop, auf die Mikrofonen, auf die Smartphones, die wir hier benutzen, gerade immer wieder Schmetterlinge gesetzt.

00:38:43: Es ist tatsächlich extrem lohnzwert herzukommen.

00:38:46: Danke also für die Einladung.

00:38:48: und wann immer ihr Lust habt, kommt hier in die Biosphäre ins Schmetterlingshaus.

00:38:53: Es lohnt sich wirklich und für diejenigen unter euch ist lohnt sich natürlich auch mal euer ChatGbt, euer Gemini oder was auch immer anzuwerfen und alles über Schmetterlinge genau dort zu erfahren.

00:39:05: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:39:06: Diskutiert mit uns gerne über Schmetterlinge, den verschiedenen sozialen Medien, wo wir drauf sind.

00:39:11: Folgt uns gerne natürlich auf LinkedIn, auf TikTok und auf Instagram.

00:39:16: Und das Gleiche gilt genau auch so für das Schmetterlingshaus und die Biosphäre.

00:39:20: Ihr seid auch auf Instagram und auf Facebook.

00:39:23: Das muss man vielleicht erklären.

00:39:24: Facebook ist so eine Plattform, die älteren haben vielleicht davon noch gehört, die für viele vielleicht eher archäologisch interessant ist.

00:39:31: Wo aber tatsächlich noch ihr sehr aktiv seid, Samira?

00:39:34: Wir sind auch auf TikTok und Threads.

00:39:37: Okay, große Threads.

00:39:38: Vielen Dank fürs hier sein können.

00:39:40: Vielen Dank fürs zuhören und bis ganz bald.

00:39:42: Danke dir.

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